Chile Anfang der siebziger Jahre. Im Hof eines Gefangenenlagers sehen die Häftlinge eines Abends verblüfft, wie eine alte, rauchende Messerschmitt Verse aus der Genesis in den Himmel schreibt. Das war der erste »aeropoetische« Auftritt von Carlos Wieder, und in den folgenden Wochen konnte man fast überall in Chile Zeuge dieser spektakulären Aktionen werden. Das schillernde Porträt eines Mannes mit vielen Namen, dessen einzige Moral perverse Ästhetik ist. »Ein Meister des Stils, dessen Fähigkeiten sich sofort darbieten:Genauigkeit, Kürze, Ironie und ein Schweben über seiner eigenen Geschichte. Vielleicht wäre sogar Borges, wenn er Neid gekannt hätte, darauf neidisch gewesen.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung) »Es wird ein Bolaño-Fieber geben bei denen, die Lesen als Abenteuer begreifen.« (Der Spiegel)