Im September 1949 sitzt der letzte Überlebende eines Todeskommandos in einer Zelle. Die Gründe für seine Verhaftung kennt er nicht. Schweigen umhüllt seine Wächter und den unsichtbaren Untersuchungsrichter.
Und doch hat er nur seine Pflicht getan. Als Freiwilliger für die "Demokratische Armee" sollte er gegen Ende des Bürgerkriegs zusammen mit seinen Genossen eine Kiste unbekannten Inhalts vom Hauptquartier der Partisanen an die revolutionäre Führung der Stadt K. überbringen. Monatelang irrt der Trupp durchs Land. Einer nach dem anderen kommt um. Nur der Erzähler überlebt und schafft es, die Kiste zu übergeben. Als sie geöffnet wird, ist sie leer. Mit einem Nachwort von Gerhard Blümlein