Bilal
Als Illegaler auf dem Weg nach EuropaPressestimmen
- Dieses Leseerlebnis ist so massiv, so jäh. Es erwischt einen wie ein Faustschlag in Zeitlupe, und wenn man, nach all dem Wüstensand, der Hitze, den Lagerbeschreibungen und dem eiskalten Meer, zufällig Nachrichten sieht, könnte man dort schreiben vor Wut, wenn es dort neutral heißt, 74 Illegale seien von Rom aus nach Libyen abgeschoben worden. Süddeutsche Zeitung
- Bilal ist für Gatti zur modernen Symbolfigur geworden für die moderne Odyssee von Abertausenden, die auf der Suche nach einem besseren Leben bereit sind, alles zu riskieren. Sein beeindruckender Bericht gibt jeglichen Debatten über illegale Einwanderung ihre menschliche Dimension zurück und stellt sie in den größeren Zusammenhang politischer Verantwortung. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
- „Bilal“ gibt den namenlosen Leichen und Gestrandeten- über die in Zeitungsmeldungen aus Lampedusa oder den Kanaren berichtet wird, ein Gesicht. Sie werden als Menschen kenntlich, die Hunger, Erniedrigungen, den Verlust von Familie und Heimat auf sich nehmen, nur um ein wenig an den Privilegien teilzuhaben, die wir als unsere selbstverständlichen Rechte erachten. Neue Zürcher Zeitung
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Aus dem Italienischen von Rita Seuß24.90 EUR460 Seitengebunden mit SchutzumschlagISBN 978-3-88897-587-5sofort lieferbarerschienen im Januar 2010Bilal ist ein Illegaler, unterwegs auf einer der berüchtigtsten Transitrouten von Afrika nach Europa. Bilal ist Fabrizio Gatti, der renommierte Journalist und »italienische Wallraff«, der sich unter diesem Namen als Migrant unter die anderen gemischt hat, um zu erleben, was sie erleben, und davon zu erzählen. Von Dakar zieht er mit dem Flüchtlingsstrom bis in die Sahara; auf klapprigen Lastwagen durchqueren sie die Wüste, unter unvorstellbaren Entbehrungen. Immer wieder werden sie überfallen. Schlepper und korrupte Polizisten wechseln sich darin ab, den Flüchtlingen ihre letzte Habe zu nehmen: Der moderne Menschenhandel ist ein brutales, hochprofitables Geschäft. Die es schaffen, die mit letzten Mitteln die Grenzen überqueren erwarten Auffanglager, die Menschenkäfigen ähneln. Doch auch wenn sie abgeschoben werden, sie werden wiederkommen, solange sich das Elend in ihrer Heimat nicht ändert. Denn die moderne Odyssee der neuen Arbeitssklaven hat gerade erst begonnen. Fabrizio Gatti ist, als Augenzeuge und Schriftsteller, ihr Chronist geworden.











