17.05.2011
Ernst Kahl erhält den Wilhelm-Busch-Preis
Wilhelm-Busch-Preisträger 2010/2011 ist Ernst Kahl. Der norddeutsche Künstler soll mit dem mit 10.000 Euro dotierten Kulturpreis am Mittwoch, 1. Juni, in Stadthagen (Kreis Schaumburg) ausgezeichnet werden. Die Laudatio soll an diesem Abend Katharina Thalbach halten.
Vorgänger Kahls als Busch-Preisträger sind F.W. Bernstein, Loriot und Robert Gernhardt.
Aus der Begründung der Jury:
„Ernst Kahl ist ein brillantes Multitalent. Er besticht als Maler, Zeichner, Objektkünstler, Autor, Drehbuchautor, Filmemacher, Geschichtenerzähler, Hörbuchsprecher, Songschreiber und Musiker.
In seinem vielfältigen Œvre definiert Ernst Kahl nicht nur den Begriff der Komik neu, sondern auch den Begriff der Kunst. Als Entwickler und Avantgardist erschafft er neue Welten, die in ihrer Spannweite Raum und Zeit verschränken und althergebrachte Grenzen nicht kennen. Diese einmalige Fähigkeit verdankt Ernst Kahl einerseits seiner hanseatisch-dänischen Prägung, die ihn den weiten Horizont und ungezügelte Perspektive lehrte, andererseits dem frühkindlichen, prägenden Studium Wilhelm Buschs.
In seinem vielfältigen Œvre definiert Ernst Kahl nicht nur den Begriff der Komik neu, sondern auch den Begriff der Kunst. Als Entwickler und Avantgardist erschafft er neue Welten, die in ihrer Spannweite Raum und Zeit verschränken und althergebrachte Grenzen nicht kennen. Diese einmalige Fähigkeit verdankt Ernst Kahl einerseits seiner hanseatisch-dänischen Prägung, die ihn den weiten Horizont und ungezügelte Perspektive lehrte, andererseits dem frühkindlichen, prägenden Studium Wilhelm Buschs.
Er ist Feingeist der Hochkomik und gleichzeitig Beherrscher der Abgründe. Denn fasziniert er eben noch als warmherziger Tröster, wandelt er sich in Sekundenschnelle zum derben Analytiker. Ähnlich Wilhelm Busch ist dieser Spagat für Ernst Kahl ein Leichtes, da seine altruistische, künstlerische Haltung auf einem freien Weltbild, einem fundierten Wissen und einem unerschütterlich klaren Blick auf das Ganze fußt.
In seiner Meisterschaft in Vers, Wort, Bild, Klang und Objekt spielt er zwischen Opulenz, Pracht und Erhabenheit sowie Kuriosem, Skurrilem und Bizarrem und spannt seine Themen dabei vom Menschlichen und Tierischen über das Kulinarische und Zwischengeschlechtliche bis zum Politischen. Der anarchistische Traditionalist ist Freund von Mensch und Tier und soll als solcher auch zitiert werden: ,Ein Herz aus Gold / und Muskeln aus Stahl. / Ihr habt einen Freund, / und der heißt Ernst Kahl.'"
Stifter des Wilhelm-Busch-Preises und des Wilhelm-Busch-Förderpreises sind die Sparkassenstiftung Schaumburg, die „Schaumburger Landschaft“ sowie die Schaumburger Nachrichten, die zur Mediengruppe Madsack (Hannover) gehören. Die Preisverleihung ist für Mitwoch, 1. Juni, 19:30 Uhr, im Saal des Ratskellers in Stadtdhagen, Am Markt 1, geplant. Die Moderation übernimmt Bernd Gieseking.
Wer die Preisverleihung selbst erleben möchte, kann sich um Plätze bei der Sparkasse Schaumburg, Telefon 05751 402222 bemühen.
Mit dem Wilhelm-Busch-Förderpreis für humoristische und satirische Versdichtung werden in diesem Jahr Barbara Bürger, Antje Mesdag und Fritz Hans Rückel geehrt. Der Förderpreis ist mit insgesamt 1500 Euro dotiert.

