18.05.2017

Kim Thúy in den Medien

Als hätten sich die Literaturredaktionen auf Kim Thúy verabredet: In den letzten Tagen ballten sich die Besprechungen ihres Romans "Die vielen Namen der Liebe" – eine schöner als die andere.
"Kim Thúy erzählt mit sinnlichem Gespür. (…) In knappen, prägnanten Bildern pulsierender Lebendigkeit wird die Welt erfasst", resümierte Anja Hirsch in der FAZ.
"Auf nicht einmal 140 Seiten gelingt es ihr, eine Familiengeschichte über drei Generationen zu erzählen - in Fragmenten, manchmal drei Seiten, oft aber nur eine Seite lang: über erfüllte und gescheiterte Lieben, Gewalterfahrungen auf der Flucht und das Aufeinanderprallen von asiatischer Tradition und westlichem Leben. Ein hoch aktuelles, großartiges Werk", fasste Andrea Lieblang in WDR5 Bücher zusammen. Und weiter: "Die Ich-Erzählerin Vi ist acht, als sie mit der Mutter und den drei älteren Brüdern aus Vietnam nach Kanada flüchtet. Ihr Name bedeutet 'winzige Kostbarkeit'."
Dazu passt Annemarie Stoltenbergs Einschätzung in NDR Kultur: "Ein Buch von Kim Thúy zu lesen ist, als ob man einen kleinen zerrupften Vogel in der Hand hält, der gerade gegen eine Fensterscheibe geflogen ist, sich die Federn sortiert und wieder zu sich zu kommen versucht.“ Ihr Fazit: „Kim Thúy schreibt die Geschichte ihres Volkes im kanadischen Exil, die sich ja auch dort fortsetzt. Sie tut das in einer faszinierenden Sprache, die fragil wirkt wie Magnolienblüten, aber auch fest und dicht wie tropische Hölzer - behutsam in westliche Kultur getauchte asiatische Philosophie."

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