04.04.2017

Yavuz Ekinci in der Presse

Vor einem Monat kannte kaum jemand hierzulande den kurdischen Autor Yavuz Ekinci. Seit Erscheinen seines Romans "Der Tag, an dem ein Mann vom Berg Amar kam" hat sich das gründlich geändert – dank vieler Auftritte auf der Leipziger Buchmesse, dank zahlreicher begeisterter Rezensionen und dank den gut besuchten Lesungen, die Ekinci zusammen mit seinem Übersetzer Oliver Kontny bestreitet. Zwei Termine stehen noch aus - heute Abend in Heidelberg und morgen in Basel.

"Ein großartiger Roman. (...) Er geht einem lange nicht aus dem Kopf. Das Manuskript hatte Ekinci schon fertiggestellt, bevor der Krieg gegen die Kurden im Sommer 2015 erneut entbrannte. Dass er trotzdem den Roman zur Stunde geschrieben hat, sagt viel aus über die Türkei", schrieb Karen Krüger vor der Leipziger Buchmesse in der FAS – und doppelte vorgestern sogar noch mit einem Interview mit dem Autor nach.
Halil Gülbeyaz bilanzierte in Titel Thesen Temperamente: "Eine so poetisch-bildstarke wie erschütternde Schilderung des Lebens in einem kurdischen Dorf, dessen Bewohner auf ihre Vernichtung warten. Die Kinder verstecken ihr Spielzeug und die Erwachsenen halten Zwiesprache mit dem Tod, umgeben von einer anmutigen Landschaft. Ekincis Buch spiegelt die Wirklichkeit."
"Das ist großartig erzählt, ein geschicktes Spiel mit Andeutungen, Suspense und detaillierter Situationsbeschreibung", befand Mario Pschera im Neuen Deutschland.
Stefan Berkholz' Urteil in der Buchkritik von SWR2: "Dieses Dasein im Wartestand vor der Vernichtung, die kommen wird, veranschaulicht Yavuz Ekinci in kreisenden Beschreibungen und der Leser folgt atemlos dieser Ausnahmesituation und dem Spähen nach einem Feind, der unsichtbar ist und bleibt. (...) Ein poetisches Antikriegsbuch, das demütig macht."
"Dem Autor ist auf kunstvolle Weise eine Parabel für eine Erfahrung gelungen, welche die Kurden bis heute immer wieder erleiden", schrieb Renate Wiggershaus in der Neuen Zürcher Zeitung. "Die symbolhafte Umgestaltung des Erzählstoffs hebt Ekincis Roman aber auch über die Auseinandersetzung mit der kurdischen Thematik hinaus und macht ihn damit umso relevanter."

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