14.11.2013

Anne Sinclair: Lieber Gurlitt, wo bleibt mein Matisse?

„Lieber Gurlitt, wo bleibt mein Matisse?“ könnte man in Abwandlung des Titels von Anne Sinclairs Buch über ihren Großvater formulieren. Denn sie erhebt Anspruch auf Henri Matisses Bild „Sitzende Frau“, das sich unter den von Cornelius Gurlitt in München gehorteten Kunstwerken befindet.

Dieses Werk war von Anne Sinclairs Großvater, dem jüdischen Kunsthändler Paul Rosenberg, während des Zweiten Weltkriegs zusammen mit 160 weiteren Bildern seiner Sammlung im südfranzösischen Libourne versteckt worden, bevor sie 1942 den Nazis in die Hände fielen, dann zum Teil verkauft und zum Teil nach Deutschland gebracht wurden. Rosenberg, der in die USA fliehen konnte, erhielt nach Kriegsende nur einen kleinen Teil dieser Bilder zurück.

Die Geschichte der Familie Rosenberg und ihrer Kunstsammlungen hat Anne Sinclair in ihrem Buch „Lieber Picasso, wo bleiben meine Harlekine? Mein Großvater, der Kunsthändler Paul Rosenberg“ nachgezeichnet, das in diesem Frühjahr bei uns auf Deutsch erschienen ist. Eva Hepper urteilte im Deutschlandradio: „Anne Sinclair erweist sich als liebevolle Porträtistin ihres Großvaters und zugleich als meisterhafte Chronistin 'seiner' Zeit. Ihr ist ein rundum beeindruckendes Buch gelungen. Man wünscht ihm viele Leser und eine wissenschaftliche Fortsetzung. Das Familienarchiv befindet sich seit 2013 im Museum of Modern Art in New York."

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