17.02.2014

e.o.plauen-Preis 2014 an Wolf Erlbruch

"Wolf Erlbruch ist ein Illustrationswunder", schreibt Juror Andreas Platthaus. Sein Stil sei "unverwechselbar, obwohl er mit Zeichnung, Collage, Malerei und Assemblage diverse Techniken benutzt". Doch es sei just dieser Ausdrucks- und Einfallsreichtum, aus dem er eine graphische Handschrift entwickelt habe, die oft kopiert, aber nie erreicht worden sei.

Wolf Erlbruch, geboren 1948, studierte Graphik-Design an der Folkwang Hochschule in Essen und war als Illustrator in der Werbebranche tätig, bevor er Ende der 1980er Jahre begann, Kinderbücher zu schreiben und zu illustrieren. Er lehrte als Professor an der Fachhochschule Düsseldorf, an der Bergischen Universität Wuppertal und an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Erlbruch lebt in Wuppertal. Er illustrierte unter anderem "Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat" (Text: Werner Holzwarth; Peter Hammer Verlag). Für "Das Bärenwunder" (Peter Hammer Verlag) erhielt er 1993 den Deutschen Jugendliteraturpreis. Erlbruch illustrierte auch zahlreiche Titel für Erwachsene.

Zum e.o. plauen Preis: Er wird im dreijährigen Rhythmus vergeben. Der Name erinnert an Erich Ohser (1903−1944), der im Dritten Reich seine "Vater und Sohn"-Bildgeschichten unter dem Pseudonym "e.o. plauen" veröffentlichte. Erster Preisträger war 1995 F.K. Waechter, ihm folgte 1999 Paul Flora und 2002 Robert Gernhardt. 2005 erhielt den Preis Tomi Ungerer, 2008 Jean-Jaques Sempé, 2011 Ivan Steiger. Der Preis ist mit der Übergabe einer Kleinplastik und einem Preisgeld von 5.000 Euro verbunden. Die Plastik, vom Plauener Künstler Hannes Schulze geschaffen, zeigt einen Notizblock mit Bleistift.

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