11.08.2015

Hassan Blasims „Der Verrückte vom Freiheitsplatz“ im Deutschlandfunk

In Andruck, der Sendung für politische Bücher im Deutschlandfunk, wurde gestern Hassan Blasims Kurzgeschichtenband „Der Verrückte vom Freiheitsplatz“ in einer ausführlichen Besprechung von Jan Kuhlmann vorgestellt.

„Die US-amerikanischen Truppen sind 2003 aus dem Irak abgezogen, beruhigt hat sich das Land seitdem trotzdem nicht. Noch immer ist die Gewalt allgegenwärtig. Hassan Blasim fasst in seinen Kurzgeschichtenband zusammen, wie die irakische Gesellschaft mit der Brutalität umgeht.“ So beginnt Kuhlmanns mit vielen Zitaten aus dem Buch gespickte Rezension. Hier zwei weitere Auszüge:
„Schon in der ersten Geschichte wird klar, dass man in diesem Buch mit keinem Happy End rechnen darf. Blasim stammt aus Bagdad, wo er einst an der Filmhochschule studierte. Mit Mitte Zwanzig flüchtete er vor dem Saddam-Regime in die kurdischen Gebiete im Nordirak. Dort drehte er unter Pseudonym Filme. 2004, im Jahr nach dem Sturz Saddams, emigrierte er nach Finnland, wo er bis heute lebt. Seine Geschichten lassen erahnen, welchen Schrecken er selbst erlebt hat. Mit den Erzählungen, so scheint es, verarbeitet er auch seine eigenen Traumata.“
„So manchen Seitenhieb verteilt Hassan Blasim auch gegen die Länder Europas, die sich mit der Aufnahme von Fremden schwertun, wie er meint. Vor allem aber interessiert er sich dafür, was die Gewalt im Irak aus den Menschen und ihrer Psyche macht.“


Zur vollständigen Besprechung (auch Audio) geht es hier.

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