27.03.2014

"Lieber Gurlitt, wo bleibt mein Matisse?"

Nach langem Zögern plant der Kunsthändlersohn Cornelius Gurlitt nach Angaben seines gerichtlich bestellten Betreuers die Rückgabe aller Kunstwerke aus jüdischem Besitz. Gurlitt wolle alle Kunstwerke, die aus "jüdischem Besitz gestohlen oder geraubt wurden, an die jeweiligen Besitzer oder deren Nachfahren herausgeben", sagte der Rechtsanwalt Christoph Edel gemäß dpa der Süddeutschen Zeitung, dem Norddeutschen Rundfunk und dem Westdeutschen Rundfunk.

Als erstes Werk soll demnach das Porträt "Sitzende Frau" von Henri Matisse übergeben werden. Die Herausgabe solle in Kürze mit den Nachfahren des Pariser Kunstsammlers Paul Rosenberg vereinbart werden. Das von den Nazis geraubte Werk gehörte zeitweise zur Kunstsammlung Hermann Görings und war auf Umwegen in den Besitz der Familie Gurlitt gelangt.

Mehr über den Kunsthändler Paul Rosenberg und die Geschichte seiner Sammlung erfahren Sie im Buch seiner Enkelin Anne Sinclair "Lieber Picasso, wo bleiben meine Harlekine", das 2013 bei uns erschienen ist.

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