20.04.2016

Óscar Martínez‘ „Eine Geschichte der Gewalt“ in der Presse

Martínez‘ Reportagen über Leben und Sterben in Zentralamerika stoßen auf ein großes Echo in den Medien. „Chronik und Erzählung reichen nicht mehr aus: Es geht darum, Fakten aufzuzeigen und sie mit erzählerischen Mitteln anzuprangern“, postulierte schon Roberto Saviano mit Blick auf die Reportagen von Óscar Martínez.

„Warum Martínez‘ Reportagen (...) preisgekrönt und aufsehenerregend sind, macht die Lektüre seiner ‚Geschichte der Gewalt‘ fühlbar. (...) Ein Buch, das nicht sensationslüstern auftrumpft, sondern feinsinnig beschreibt, was das Scheitern eines Staates für seine Menschen bedeutet“, schreibt Thomas Speckmann in der Zeit, und Christian Buß bilanziert auf Spiegel Online: „Der Staat entmachtet, die Menschen entrechtet - Óscar Martínez zeichnet nach, wie die Narco-Kriminalität die Gesellschaften Guatemalas und El Salvadors zerstört. (...) Flucht als Erfahrung absoluten Ausgeliefertseins und kompletter Rechtlosigkeit - so wirft Martínez' Rechtsstaat-Requiem auch ein Licht auf die Flüchtlingsströme, die in Richtung Europa unterwegs sind.“
Für culturmag.de hat Jürgen Neubauer, der in Mexiko lebt, das Buch besprochen: „Martínez ist ein furchtloser Frontberichterstatter, der beeindruckende Porträts mitten aus dem Kriegsgebiet sammelt. (...) Es sind Ausnahmereportagen. Óscar Martínez ist immer nah am Detail, er hat einen scharfen Blick und eine mindestens ebenso scharfe Feder. Er verliert sich nie in Kommentaren und Spekulationen, sondern lässt seine Geschichten für sich sprechen. Dabei schreibt er mit höchstem Einsatz – lateinamerikanische Journalisten haben keine hohe Lebenserwartung.“

Gestern hat Katharina Döbler in der Sendung Lesart von Deutschlandradio Kultur erörtert, ob die literarische Reportage es schaffen kann, eine Form journalistischer Empathie zu sein. Auch sie hat auf Óscar Martínez verwiesen: „Während klassische Reportagen vornehmlich Fakten, Zitate und Beschreibungen liefern, schärft Martínez die Aufmerksamkeit und das Gefühl der Leser durch erzählerische Stilmittel wie Wiederholungen, Einblendungen und Tempowechsel.“ Ihren Beitrag können Sie hier nachhören. http://www.deutschlandradiokultur.de/gewalt-in-zentralamerika-reportagen-aus-dem-drogenkrieg.1270.de.html?dram:article_id=351753

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