17.08.2015

Rafael Chirbes ist gestorben

Am Samstag ist unser Autor Rafael Chirbes gestorben, ganz überraschend und viel zu früh – er wurde nur 66 Jahre alt. Mit ihm hat die europäische Literatur einen ihrer bedeutendsten Erzähler verloren. „Selten sind die zivilisatorischen Brüche der Gegenwart so wort- und bildmächtig beschworen worden wie in den Romanen von Rafael Chirbes.“ (Claus-Ulrich Bielefeld) Wir trauern um einen großartigen Schriftsteller und um einen so bescheidenen wie verlässlichen Freund.

Rafael Chirbes, geboren 1949 in Tabernes de Valldigna bei Valencia, studierte in Madrid und lebte in Beniarbeig bei Alicante. Er arbeitete zunächst als Literatur- und Filmkritiker für verschiedene Zeitschriften, u.a. für das Reise- und Gourmetmagazin Sobremesa. Schon bald wurde Chirbes einer der international bekanntesten spanischen Autoren, seine Romane (u.a. „Der lange Marsch“, „Der Fall von Madrid“, „Alte Freunde“) wurden in viele Sprachen übersetzt, für „Krematorium“ und den zuletzt erschienenen Roman „Am Ufer“ (deutsch 2014) erhielt er jeweils den Spanischen Nationalpreis der Kritik.

„Rafael Chirbes vertraut der sozialen Funktion von Literatur, ihrer Fähigkeit zur Verständigung. Solange er schreibt, ist die Welt nicht verloren.“ (Erich Hackl)

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