04.08.2016

Thomas Gsella erschrickt auf SPIEGEL Online über sich selbst

Nach den geglückten wie gescheiterten Bluttaten von Würzburg, München und Ansbach erschrickt Thomas Gsella in seinem Gastbeitrag auf SPIEGEL Online über seinen eigenen Gedanken: Zum Opfer eines psychotischen Jungmanns  zu werden, müsse nun wohl in den Bereich der alltäglichen Todesgefahren aufgenommen werden - gemeinsam mit dem Straßenverkehr, Arbeitsunfällen und Herzversagen. Der Forderung nach Gelassenheit, die einige Kommentatoren angesichts der Morde und Mordversuche der letzten Wochen proklamierten, kann Gsella dabei nichts abgewinnen. Die Frage der Vermeidbarkeit oder Unvermeidbarkeit, mit der die öffentliche Aufmerksamkeit sich mit Todesgefahren für gewöhnlich auseinandersetzt, laufe hier ins Leere, einigt die Taten doch gerade die Absicht, zu töten.

„Unser Erschrecken wird von Tat zu Tat wachsen“, schreibt Gsella und zieht in seinem Artikel das Fazit: „Das Erschrecken wird begleitet sein von mehr Bemühungen um wahngefährdete Flüchtlinge, mehr Überwachung und Unschädlichmachung der Mordbereiten, von mehr Arbeit also, mehr zeitlichem und finanziellem Aufwand; und eben weniger Gelassenheit. Schuldlos an all dem ist zuallerletzt der Westen.“
 
Einem leichteren Thema widmet sich Thomas Gsella in seinem neuen Gedichtband „Saukopf Natur“, der am 14. September bei uns erscheinen wird.
 
„Alles lustig, manches sehr, und weniges noch mehr.“ FAZ
 

 

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