18.05.2016

Valeria Luiselli und ihre Übersetzerin Dagmar Ploetz auf der Shortlist des Internationalen Literatur

Schon zum zweiten Mal (nach 2013 mit „Die Schwerelosen“) steht unsere Autorin Valeria Luiselli auf der Shortlist des Internationalen Literaturpreises vom HKW in Berlin, diesmal mit ihrem neuen Roman „Die Geschichte meiner Zähne“. Außerdem sind 2016 nominiert: Alexander Ilitschewski, Joanna Bator, Shumona Sinha, Johannes Anyuru und Ivan Vladislavić. Der Jury gehören an: die Übersetzerin und Islamwissenschaftlerin Leila Chammaa, der Autor und ehemalige Verleger Michael Krüger, der Schriftsteller und Publizist Marko Martin, die Sinologin und Redakteurin Sabine Peschel, der Literaturkritiker und Kulturjournalist Jörg Plath, die Literaturkritikerin und Journalistin Iris Radisch sowie die Schriftstellerin und Essayistin Sabine Scholl.

Begründung der Jury: „Die diesjährige Shortlist versammelt Erzähltexte, deren Autor_innen und Figuren allesamt ungefestigt zwischen Sprachen, Kulturen und Systemen leben, ins Deutsche gebracht von Übersetzer_innen, die ihre Sprache auf faszinierende Weise dynamisieren und manchmal neu erfinden. Alexander Ilitschewski entwirft eine Psychogeographie des ölhaltigen Grenzgebietes zwischen Aserbaidschan und dem Iran, inspiriert von den Sprach- und Denkexperimenten des futuristischen Dichters Chlebnikov. Valeria Luisellis Text verbindet listig Philosophie, Satire, Essay und dentale Biographie. Mitteleuropäische Geschichte aus weiblicher Perspektive erzählt Joanna Bator in einer irisierenden Mischung aus Kriminal-, Schauer-, Historien-, Familien- und Zeitroman. Eine Dolmetscherin in einer Pariser Asylbehörde hält in Shumona Sinhas Roman eine furiose Wutrede über die zerstörerischen Konflikte zwischen Geflüchteten und verbeamteten Asylentscheidern. Johannes Anyurus Roman über seinen ugandischen Vater erzählt von der existentiellen Verlorenheit Geflüchteter. Mit den Metaphern der Fotografie entwirft Ivan Vladislavić ein Vexierbild von Johannesburg während und nach der Apartheid.“

Seit 2009 verleihen das Haus der Kulturen der Welt und die Stiftung Elementarteilchen (Hamburg) den Internationalen Literaturpreis. Der mit insgesamt 35.000€ hoch dotierte Preis – 20.000 € erhält der/die Autor/in, 15.000 € der/die Übersetzer/in – zeichnet einen herausragenden Titel internationaler Gegenwartsliteraturen in deutscher Erstübersetzung aus. Der Preis würdigt in dieser Allianz sowohl das Werk des Autors als auch des Übersetzers. Am 14. Juni wird das Preisträger-Duo bekanntgegeben, am 25. Juni finden das Fest der Shortlist und die Preisverleihung statt.

„Valeria Luiselli verfügt über ein stupendes literarisches und sprachliches Talent. Souverän bewegt sie sich zwischen Erinnerung und Erfindung, Realismus und Imagination, Melancholie und Utopie, Komik und Katastrophe." Andreas Breitenstein, NZZ
"'Die Geschichte meiner Zähne' ist durchaus exzentrisch, die Autorin Valeria Luiselli eine versierte Sprengmeisterin von Konventionen - und ihr Roman ein Belohnung für mutige Leser." stern

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