22.04.2014

Vergiftetes Osterei

„Jedes Mal, wenn sich Ostern nähert, werde ich zu einem fanatischen Antikleriker“, erklärte Dimou gegenüber dem griechischen Internetportal www.protagon.gr. Und das aus gutem Grund - meinen wir nach Lektüre eines erhellenden Beitrags von Gerd Höhler im Handelsblatt.

Seit Jahren ist in Griechenland folgender Osterbrauch gängige Praxis: Ein Staatssekretär, Diplomaten des Außenministeriums und hohe Würdenträger der orthodoxen Kirche starten am Ostersamstag mit einem Regierungsjet in Athen und fliegen nach Israel, um in der Jerusalemer Grabeskirche das „Heilige Licht“ abzuholen, das die Auferstehung Christi symbolisiert. In Athen wird die Flamme am Flughafen mit militärischen Ehren empfangen und anschließend von den Fluggesellschaften Aegean und Olympic mit Sondermaschinen in alle Landesteile gebracht, damit es um Mitternacht in den Kirchen an die mit Kerzen ausgerüsteten Gläubigen verteilt werden kann. „Christós anésti“ verkünden dann die Popen, Christus ist auferstanden, und alle Glocken läuten …

Nikos Dimou findet diesen Aufwand übertrieben, auch finanziell: „Jesus, der bekanntlich nicht an Götzenbilder glaubte, hätte das Geld wahrscheinlich an die Armen verteilt.“ Mit dieser Kritik aber ist er, wie Sie in Gerd Höhlers Artikel hier nachlesen können, bei einigen seiner Landsleute an die Falschen geraten.

Zur nachösterlichen Lektüre empfehlen wir religionsübergreifend Nikos Dimous neues Buch „Die Gr… Deutschen sind an allem schuld“!

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