Alexander Kluge

Alexander Kluge, geb. 1932 in Halberstadt, ist als Schriftsteller und Filmemacher bekannt. 1962 veröffentlicht er zusammen mit 25 jungen Filmern das Oberhausener Manifest. 1966 erhält er den Silbernen Löwen bei den Filmfestspielen in Venedig für “Abschied von Gestern”. Bis Mitte der 1980er-Jahre dreht Kluge 14 abendfüllende Spiel­filme, schreibt vier Bände mit Geschichten und setzt zusammen mit Oskar Negt die Kritische Theorie philosophisch-soziologisch fort. Seit 1988 sorgt Kluge in sogenannten Kulturfenstern im TV ständig für Überraschungen: In 20 Jahren entstehen ca. 1500 Stunden Sendezeit mit Gesprächen und neuen TV-Formaten. Im Jahr 2000 erscheinen Kluges sämtliche Erzählungen in zwei Bänden unter dem Titel “Chronik der Gefühle”. Er wird 2001 mit dem Bremer Literaturpreis, 2003 mit dem Georg-Büchner-Preis und 2009 mit dem Adorno-Preis ausgezeichnet.