Buch

Auch erhältlich als

19.95 € (D)
In den Warenkorb
inkl. MwSt, zzgl. Versand
Susanne Wiborg / Jan Peter Wiborg
Glaube, Führer, Hoffnung
Der Untergang der Clara S.

320 Seiten
sofort lieferbar
erschienen im März 2015

ISBN 978-3-95614-028-0

Susanne Wiborg / Jan Peter Wiborg

Glaube, Führer, Hoffnung

Stettin, Frühjahr 1945. Krieg und Euphorie, Liebe und Tod: Clara S. gehört zu den wenigen Frauen, die in der pommerschen Hauptstadt zurückgeblieben sind. Während die Rote Armee auf der anderen Oderseite steht, glaubt die Vierundzwanzigjährige endlich gefunden zu haben, was sie immer gesucht hat: das wahre, das »heroische« Leben – und die große Liebe noch dazu. In ihrer Götterdämmerungs-Euphorie verfasst die junge BDM-Führerin ein einzigartiges Zeitdokument: ein Bündel Briefe, die überdauern, nachdem sie selbst Anfang Mai 1945 auf Rügen verschwindet.
Rügen, Frühjahr 2015: Warum die Spuren einer verschollenen Tante suchen, deren Ende einen zum Blick in Abgründe zwingt, die eigentlich niemand mehr ausloten möchte? Können wir damit nicht endlich abschließen? Nein, denn Susanne und Jan Peter Wiborg suchen hier eben nicht eine Tante, sondern einen Prototyp, den fremden, scheinbar fernen Schatten, das »da war doch mal was, damals …« in fast jeder deutschen Familie. Hier ist es die weibliche Seite des Fanatismus: ein intelligentes Mädchen, das ursprünglich nur ein wenig mehr wollte als die in Hinterpommern vorgezeichnete Frauenrolle. Was hat sie zur ebenso naiven wie bis in den Tod gläubigen Hitler-Anhängerin gemacht?

Autorenporträt

Susanne Wiborg ist Journalistin und lebt in der Nähe von Hamburg. Sie schreibt u.a. für Die Zeit und kraut und rüben. Zuletzt erschien von ihr Mein Garten, mein Paradies (Kunstmann 2014).
Jan Peter Wiborg, Jahrgang 1960, Journalist. Er hat sich schon während seines Geschichtsstudiums der Aufarbeitung regionaler brauner Vergangenheit gewidmet und das große Schweigen dabei nur zu gut kennengelernt. Auch als Journalist hat er immer wieder zu diesem Thema gearbeitet.
  • PRESSE
  • PRESSEMATERIAL
  • LESERSTIMMEN
  • LESETIPPS
  •  

"War dieses Leben zwangsläufig und Clara S. nichts als ein Produkt der Gesellschaft? Wo wäre sie frei gewesen, anders zu entscheiden? Die Wiborgs schlagen keinen Bogen zum Jetzt und Heute, aber eine gute historische Darstellung gibt immer die Möglichkeit, über die jeweilige Zeit hinauszudenken. So ist es hier."
Sabine Peters, Der Freitag

"Die Autoren zeichnen ohne jede Beschönigung die Geschichte der eigenen Familie und ein 'authentisches Zeugnis der weiblichen Seite des Dritten Reichs' nach. (...) Basis der Recherche waren die unzensierten Briefe aus Claras letzten fünf Lebenswochen, eine einzigartige Quelle."
Claudia Kühner, NZZ am Sonntag
 

Es wurden noch keine Leserstimmen zum Titel abgegeben.

Ihre Meinung

Sortieren nach:
ARTIKEL (5 Titel)