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Véronique Olmi
In diesem Sommer

272 Seiten
sofort lieferbar
erschienen im Juni 2012

Übersetzt von Claudia Steinitz
ISBN 978-3-88897-776-3

Véronique Olmi

In diesem Sommer

Ein Sommerwochenende: Drei Paare treffen sich in einem Ferienhaus in der Normandie, um den 14. Juli zu feiern, wie jedes Jahr. Auf der Terrasse über dem Meer, im Schatten der großen Kiefer zusammen essen; die alten Zeiten beschwören und den jüngsten Klatsch austauschen – jetzt, wo alle älter und die Kinder schon bald erwachsen sind, sehnt sich jeder nach der Geborgenheit vertrauter Rituale.
Doch in diesem Jahr ist es anders als sonst: Delphine und Denis, die Gastgeber, stehen kurz vor der Trennung; Nicolas und die Schauspielerin Marie versuchen sich durch demonstrative Nähe über seine Depression und das Ende ihrer Karriere hinwegzutäuschen, und Lola hat wieder einen neuen Liebhaber mitgebracht. Und dann taucht noch der rätselhafte junge Dimitri auf. Warum erzählt er jedem eine andere Geschichte? Hat er es auf Jeanne, die Tochter der Gastgeber, abgesehen? Als beide in einer Gewitternacht vermisst werden, machen sich die Erwachsenen in ganz neuen Paarungen auf die Suche.

Autorenporträt

Véronique Olmi wurde 1962 in Nizza geboren und lebt in Paris. In Frankreich wurde sie, als eine der bekanntesten Dramatikerinnen des Landes, für ihre Arbeit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ihre Theaterstücke wurden in viele Sprachen übersetzt und werden in Deutschland, Österreich und der...
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"Ein perfekter Roman für die Reise ans Meer. (...) Einmal angefangen, liest man zügig weiter, denn Olmi kennt unsere Wünsche und Hemmnisse, unsere Emotionen und Schwächen."
Armgard Seegers, Hamburger Abendblatt
Hörproben
Beitrag WDR3
Beitrag Radio 1live
Harry Meder am 27.06.2012
Was jetzt zur Sommerzeit auf den ersten Blick wie eine amüsante, leichte Sommerlektüre daher kommt, ist, und das wird sehr schnell klar, ein ausgesprochen subtiler und lesenswerter Roman, klug, amüsant und leicht auf eine ganz besondere Weise. Drei unterschiedliche Paare treffen sich zu einem verlängerten Wochenende in einem Haus am Meer, die Kinder des Gastgeberehepaares bringen noch Freund und Freundin mit. Das Ambiente ist natürlich malerisch, Terrasse, gutes Essen, das Meer. Friede, Freude, Eierkuchen. Aber denkste! In diesem Jahr ist alles ganz anders. Delphine und Denis, die reichen Gastgeber haben ihre Trennung noch nicht ausgesprochen; Nikolas und Marie zelebrieren eine demonstrative Nähe, daß man sich fragt, warum leben nicht alle Paare sechzehn Jahre glücklich miteinander und haben unglaublich guten Sex solange; Lola macht’s wohl richtig und bringt auch in diesem Jahr einen anderen Liebhaber mit, einen jugendlichen Liebhaber natürlich und die pubertierende Tochter von Delphin und Denis mit ihrer Freundin tun keinen Handschlag und lassen sich bedienen. Eigentlich müßte, könnte doch alles so schöööön sein. Mit einem Zitat von Joyce Carol Oates stimmt Véronique Olmi den geneigten Leser auf dieses Wochenende ein: „Und das tröstete mich damals und tröstet mich heute: Alles, wovon ihr glaubt, ihr hättet es euch ausgedacht, ist real. Man muß es nur überleben.“ Das deutet nicht unbedingt auf ungetrübte Sommerfreuden hin. Und dann ist man auch schon drin in einer wunderbar erzählten Geschichte und kann wirklich das Mäuschen sein und dabei zulesen, wie Olmi, Stück für Stück, diese Klischees auf recht behutsame Art und Weise auseinander nimmt. Und dabei hat diese Frau Sätze drauf, da schlackern mir die Augenlieder. Es schien mir, also lobte sie gerade noch eine wunderbare Fassade und nach dem Komma deutet sie auf die großen Risse und den abgebröckelten Putz. In ihren Dialogen gibt es eine unglaubliche Offenheit, denn ab einem bestimmten Punkt scheinen fast alle Figuren darin ihre Fassaden, Masken und eingeübten Verhaltensweisen fallen zu lassen. Es gibt noch eine weitere Besonderheit: Man entwickelt keine Vorurteile, wenn es um die Beurteilung von Recht und Unrecht, oder Schuld geht. Sympathien für den einen oder anderen Standpunkt mögen sich einschleichen bis man erkennen muß, daß auch der oder die vermeintlichen Kontrahenten sympathisch sind. Subtil, aber nicht subversiv. Übrigens: Man kann das Buch ruhig mit an den Strand nehmen und ich denke mal, für so manche Begebenheiten hat sich danach der eigene Blick geändert und ein gutes Gefühl macht es auch.
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