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Cihan Tugal
Das Scheitern des Türkischen Modells
Wie der arabische Frühling den islamischen Liberalismus zu Fall brachte

400 Seiten
sofort lieferbar
erschienen im April 2017

Übersetzt von Hans Freundl, Karsten Petersen
ISBN 978-3-95614-171-3
Neuerscheinung

Cihan Tugal

Das Scheitern des Türkischen Modells

Noch vor einigen Jahren wurde das Türkische Modell auf der ganzen Welt gepriesen. Recep Tayyip Erdogan und seiner AKP schien es gelungen zu sein, Islam, Demokratie und eine florierende Wirtschaft harmonisch zu vereinen und so die Türkei zum Vorbild in der ganzen arabischen Welt und zur Hoffnung des Westens zu machen. Davon kann inzwischen keine Rede mehr sein.
In seiner prägnanten Analyse argumentiert Cihan Tugal, dass die Probleme dieses Modells des islamischen Liberalismus viel tiefer gehen als Erdogans zunehmender Autoritarismus. Sie sind in einer gewollten Ehe zwischen Islam, Demokratie und einer neoliberalen Wirtschaft inhärent. Und dieses Modell kann nur als eine Antwort auf regionale Politik – insbesondere als Antwort auf das iranische Modell – verstanden werden.
Das Türkische Modell ist in der Türkei selbst gescheitert, und die Dynamiken der arabischen Welt erschweren es zunehmend, es als politische Schablone zu exportieren. Tugals meisterhafte Analyse des Untergangs des islamischen Liberalismus bezieht sowohl Ägypten als auch Tunesien mit ein, die noch vor Kurzem als die aussichtsreichsten Kandidaten für solch ein Modell galten, und liefert eine bahnbrechende Untersuchung der dort herrschenden Regime und islamistischen Bewegungen sowie einen Bericht über die Systeme in der Türkei und im Iran, der zu einem Paradigmenwechsel führen wird.

Autorenporträt

Cihan Tugal ist Professor für Soziologie an der University of California in Berkley. Er hat zahlreiche Artikel, Aufsätze und Bücher über die sozioökonomischen Veränderungen und die Rolle der Religion in den politischen Prozessen des Mittleren Ostens veröffentlicht.
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"Tugal zeigt fundiert auf, wie sich die hegemonialen Dynamiken im Nahen Osten gegenseitig beeinflussen, ohne dass er die Rolle der westlichen Staaten vernachlässigt. Kenntnisreich durchschreitet er die gesellschaftspolitischen Entwicklungen im Nahen Osten seit dem Zweiten Weltkrieg unter dem Gesichtspunkt von nationalen, regionalen und globalen Machtverhältnissen."
Elisabeth Kimmerle, taz
 

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