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Andrej Iwanow
Hanumans Reise nach Lolland

400 Seiten
sofort lieferbar
erschienen im September 2012

Übersetzt von Friederike Meltendorf
ISBN 978-3-88897-777-0

Andrej Iwanow

Hanumans Reise nach Lolland

Ewgeni Sidorow, von allen Sid genannt, ist auf der Flucht vor Interpol. In schrecklich drückenden Schuhen ist er aus Estland bis in die dänische Provinz gewandert. Zusammen mit seinem Leidensgenossen Hanuman, einem Inder, der den Namen des vielgesichtigen Affengottes nicht umsonst trägt. Unterschlupf finden die beiden Illegalen im Flüchtlingslager Farsetrup – hier, zwischen unerträglich nach Gülle stinkenden Feldern und blendend strahlenden Vorgärten, vegetieren die Gestrandeten dieser Welt vor sich hin. Immer bedroht von der Abschiebung, warten sie apathisch auf Bescheide eines ominösen Direktoriums und erzählen sich das Asylantenmärchen vom Paradies: Amerika, und wenn schon nicht Amerika, dann doch wenigstens Lolland, wo einem Ecstasy in den Mund fällt und scharenweise bildhübsche Mädchen warten.
Doch auch wenn die Legende von Hanuman erzählt, er könne mit einem Sprung ganze Ozeane überqueren, aus der Ödnis des Lagers scheint es kein Entkommen zu geben. Ständig abgebrannt und auf der Suche nach dem nächsten »business«, um an ein wenig Geld zu kommen, lassen sich die beiden mit dem diabolischen Potapow und seinem Lakai Duratschkow ein – und das kann böse enden …

Autorenporträt

Andrej Iwanow wurde 1971 in Tallinn, Estland, geboren. Er hat an der philologischen Fakultät Tallinn studiert und als Lehrer gearbeitet, lange in Skandinavien gelebt und war dort u.a. in einem Flüchtlingslager tätig. Er lebt und arbeitet in Tallinn. »Hanumans Reise nach Lolland« war auf der...
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"Die Wut der Ausgeschlossenen und Verstoßenen entlädt sich in diesem Roman, mit dem Iwanow es auf die Shortlist des russischen Booker Preises schaffte und in Estland mit dem Kulturkapitalpreis ausgezeichnet wurde. Ein Roman über den ewigen Kreislauf aus Versuchen und Scheitern."
WDR5 Bücher, Christoph Ohrem
 

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