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224 Seiten

Übersetzt von Barbara Heber-Schärer

Sarah & Adolfo Kaminsky

Adolfo Kaminsky. Ein Fälscherleben


Falsche Papiere können Leben retten – Adolfo Kaminsky erzählt die politischen Konflikte des 20. Jahrhunderts aus der Sicht eines Meisterfälschers.

»Wach bleiben, so lange wie möglich. Die Müdigkeit niederringen. Die Rechnung ist einfach: In einer Stunde kann ich 30 falsche Ausweise herstellen. Wenn ich eine Stunde schlafe, sterben 30 Menschen …« 1943 beginnt Adolfo Kaminsky, für die französische Résistance gefälschte Papiere herzustellen – Ausweise, die Tausende von Juden vor Deportation und sicherem Tod bewahrten. Der siebzehnjährige Färberlehrling und geniale Autodidakt, der selbst aus einer russischstämmigen jüdischen Familie kommt, weiß damals noch nicht, dass er eine Lebensentscheidung getroffen hat. Denn auch nach dem Krieg wird Kaminsky 30 Jahre seines Lebens im Untergrund verbringen und die großen Widerstandsbewegungen des 20. Jahrhunderts mit falschen Papieren und Identitäten versorgen, immer auf der Flucht vor der Entdeckung, gehetzt von seinem Gewissen – und ohne je Geld für seine Arbeit zu nehmen. Vom Algerienkrieg und den südamerikanischen Befreiungsbewegungen bis zu den Aufständen gegen Diktatoren wie Salazar, Franco, die griechischen Obristen und der südafrikanischen Anti-Apartheidsbewegung: Kaminsky hat sie, aus Überzeugung und mit technisch immer ausgefeilteren Methoden, alle mit falschen Papieren unterstützt.

Erhältlich als

Autorenporträt

Pressestimmen

"Von 1943 bis 1971 hat Adolfo Kaminsky Tausenden von Verfolgten das Leben gerettet – eine so ungewöhnliche wie exemplarische Biografie." Le Monde

"Der Franzose Adolfo Kaminsky ist einer der größten Fälscher des 20. Jahrhunderts. Er rettete Juden vor dem Holocaust und Verfolgte in der Dritten Welt. Sogar die Tochter war ahnungslos. (...) Dann unternahm sie eine Forschungsreise in sein erstes Leben, traf Weggefährten in Algier, Paris, New York. 'Ich fand heraus, dass mein Vater sein Leben riskiert hat, um andere vor dem Tod zu bewahren', sagt Sarah Kaminsky. Sie schrieb ein Buch über die Lebensgeschichte ihres Vaters, nun erscheint die pointiert und unpathetisch geschriebene Biographie auf Deutsch." Nora Reinhardt, Der Spiegel

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"Am Ende sind es 15 Freiheitsbewegungen auf der ganzen Welt, die Kaminsky mit falschen Papieren versorgt. Ob der spanische Widerstand gegen die Franco-Diktatur, der Freiheitskampf der Schwarzen in Südafrika oder die Revolutionäre in Lateinamerika - sie alle sind für Kaminsky, den Pazifisten, ein einem gleich: 'Verhaftungen, Massaker, Folter - Menschen sind dem in allen Diktaturen wehrlos ausgesetzt.'" Andrea Maurer, 3sat Kulturzeit

"Mit einem sicheren Gespür für Situationsdramatik vergegenwärtigt Sarah Kaminsky auch jene Momente, in denen Adolfos Leben wie das jener, die er schützen wollte, gefährdet war. (...) Dass er fast drei Jahrzehnte unentdeckt blieb, ist der Tatsache geschuldet, dass er niemals Geld für seine Tätigkeit nahm." Sigrid Brinkmann, Deutschlandradio Kultur

"Am Anfang ist es Adolfo Kaminsky unendlich schwer gefallen, auf die Fragen seiner Tochter zu antworten. Er hat sein Geheimnis zu lange bewahrt - um selbst zu überleben und andere Menschen zu schützen. Nur ganz langsam ist es ihm gelungen, sich zu öffnen und seine unglaubliche Geschichte zu erzählen." Bettina Lehnert, ARD Titel, Thesen, Temperamente

"Adolfo Kaminsky, heute 85 Jahre alt, hat wirklich Großes geleistet. Offiziell war er Fotograf, inoffiziell der Meisterfälscher von Paris. Das Buch, das seine Tochter Sarah Kaminsky über ihn geschrieben hat, gibt dieses lange gehütete Geheimnis jetzt zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit preis. (...) Diese Lebensgeschichte ist so unfassbar wie das Jahrhundert, in dem sie spielt." Ariane Heimbach, Brigitte Woman

"Temporeich und unterhaltsam geschrieben" taz

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