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256 Seiten

Übersetzt von Hartmut Fähndrich

Hassan Blasim

Der Verrückte vom Freiheitsplatz

und andere Geschichten über den Irak

Wie erzählt man von einem Land, das sich seit 35 Jahren im Krieg befindet? Von Geiselnehmern in Bagdad, der institutionalisierten Paranoia unter Saddam, dem Soldaten mit den hellseherischen Fähigkeiten, den Hasen in der Grünen Zone, dem Lied der Ziegen, den 1001 Messern und dem Mehlsack voller Köpfe? Wie erzählt man von der Psyche des Krieges, von dem alltäglichen Horror, der immer mehr Menschen zur Flucht zwingt? Und wie erzählt man von denen, die fliehen? Von den geheimen Pfaden der Emigration, von den Menschenhändlern in den Wäldern Serbiens, von Alis Tasche, von dem Massaker in einem LKW nach Berlin, von den Albträumen des Carlos Fuentes und vom fatalen Lächeln des Emigranten in der Nazi-Bar?
So wie Hassan Blasim. Seine Geschichten schildern den Irak der letzten Jahrzehnte als surrealistisches Inferno – den Krieg mit dem Iran, die Herrschaft und den Sturz Saddam Husseins, die Besatzungszeit, die Eskalation der Gewalt und die sich ausdehnende Wüste der Erinnerung – und sie erzählen von der Emigration, von den Grenzen und Zäunen, den Ämtern und Verstecken, der Einsamkeit und der Entfremdung, der die Flüchtlinge ausgesetzt sind. Vor allem aber erzählen sie von Menschen, von ihren Traumata und Albträumen, von ihren Hoffnungen und Enttäuschungen, von ihrem Schmerz und ihren Strategien, in einer wahnsinnigen Wirklichkeit zu überleben.

Erhältlich als

Autorenporträt

Pressestimmen


"Bitterböse Enden sind es, die alle Geschichten in 'Der Verrückte vom Freiheitsplatz' eint. Bizarre Twists. Skurrile Wendungen … eine Meisterleistung."
Christoph Gurk, BR Puls


"Der irakische Schriftsteller Hassan Blasim erzählt in 'Der Verrückte vom Freiheitsplatz' aus einem Land, das seit 35 Jahren im Krieg ist. Er vermählt Reportage und Märchen, mischt Wirklichkeit und Wahn, Alltag und Albtraum."
Tobias Becker, Spiegel Online

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"Von Diktatur, Krieg und Besetzung, von Gewalt, Terror und Flucht berichten die Protagonisten der Storys, denn das Reden und das Geschichtenerzählen scheinen die einzige Möglichkeit zum Aushalten des ganzen Horrors zu sein. Und in diesen Erzählungen geben nicht einmal die Toten Ruhe."
Wolfgang Bortlik, 20 Minuten


"Man meint, die Kriegs- und Flüchtlings-Wirklichkeiten aus den Nachrichten zu kennen, aber bei Blasim bleiben sie ohne nervenschonenden Kommentar oder routinierte Skandalisierung. Er findet groteske Bilder, baut Geschichten voller überraschender Wendungen um die Flüchtlinge herum, fantastisch und trocken. Er setzt Dringlichkeit und Kunst gegen Sensationslust und Verlogenheit."
Hans-Peter Kunisch, Süddeutsche Zeitung


"Die Geschichten leuchten von Schmerz und Witz gleichermaßen, der Sarkasmus erinnert gelegentlich an alte Filme von Robert Altman – kein Wunder, ist Blasim doch eigentlich
Filmemacher, der erst nach der Emigration zum Schreiben gefunden hat."
Sonntag


"Dass Hassan Blasim in seinen Geschichten über den von Krieg und Gewalt geprägten Irak ein ums andere Mal noch den Ausweg in die Komik findet, ohne dabei das Leid der Menschen zu schmälern, ist ebenso verblüffend wie großartig."
Tobias Wenzel, WDR


"Blasims Sprache ist drastisch, brutal. Als könne man das Erlebte nur die absolute Härte der Worte deutlich machen. Und vielleicht ist das auch so."
3sat Kulturzeit


"Zwei Dutzend Geschichten hat Blasim dem Heimatboden entrissen, manche von ihnen schartig und unförmig wie Trümmer eines zerbombten Hauses, manche diffus und skurril wie Fieberträume; manche perfekt inszeniert, als wäre Kafkas Geist in den Kopf eines IS-Medienstrategen gefahren."
Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung


"Hassan Blasims Vorbild ist Franz Kafka. Und auch bei dem Iraker vermischen sich Realität, Fantasie und Wahn zu Geschichten, die so unwirklich sind wie ein surreales Gemälde. Der ganze Irak, das Leben der Iraker verwandeln sich bei Blasim in einen einzigen Albtraum, der nicht enden will. Die Grenzen zwischen Wahrheit und Fiktion lösen sich auf."
Jan Kuhlmann, Deutschlandfunk Andruck


"Blasims Kurzgeschichten sind grotesk, grausam und sarkastisch - und absolut lesenswert."
Thomas Koch, WDR2


„Die toten Seelen leben in Bagdad, wo dem Alltag ein Arm und ein Bein fehlt, die Tattoos sind auf den fehlenden Gliedern, alles kracht auseinander, auch Sprache und Stil – der arabische Meister der Kurzgeschichte zückt 'tausendundein Messer'. Eine literarische Untertunnelung eines Landes, in dem nach drei Jahrzehnten Krieg nur noch der Horror herrscht.“
Ilija Trojanow, Juror Weltempfänger-Bestenliste 28/Herbst 2015


"Die Lektüre von Hassan Blasims Kurzgeschichten unter dem Titel 'Der Verrückte vom Freiheitsplatz' stellt einige Anforderungen an den Leser, aber weniger an seine Offenheit für den Stil des magischen Realismus oder an seine Kenntnisse der Verhältnisse im Irak, es sind eher Anforderungen an seine Mitmenschlichkeit. Keine Kleinigkeit, weil sich im Lauf der Lektüre die Einsicht durchsetzt: Die Würde dieser Menschen, die aus dem Krieg zu uns kommen, sie ist untrennbar mit der unseren verbunden."
Brigitte Neumann, Deutschlandfunk Büchermarkt


"Wenn Kafka Drehbücher für Splatter-Movies geschrieben hätte, würden sie so klingen wie diese phantastischen und brutalen Geschichten über Krieg, Tod und Flucht im Irak."
Maxim Biller, FAS

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