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208 Seiten

Übersetzt von Nora Haller

Antonio Ortuño

Die Verbrannten

Verkauft, verschleppt, vergewaltigt, verbrannt - die Kreise der mexikanischen Hölle.

Santa Rita, ein unbedeutendes Kaff im Süden Mexikos. In einer Notunterkunft für zentralamerikanische Flüchtlinge auf dem Weg in die USA wird ein Feuer gelegt, dem zahlreiche Männer, Frauen und Kinder zum Opfer fallen. Irma, genannt La Negra, wird zur Untersuchung des Vorfalls zum lokalen Büro der Nationalkomission für Migration geschickt.
Dort sind ihre Nachforschungen wenig willkommen und in einem Klima der Angst ist keiner der Überlebenden bereit, zu den Ereignissen in der Nacht des Anschlags auszusagen – bis auf die zwanzigjährige Yein, die zu Irmas einziger Zeugin wird. Doch in einem Land, wo Zentralamerikaner allenfalls als Menschen zweiter Klasse betrachtet werden und wo Behörden, Polizei und kriminelle Banden gemeinsam ein zynisches Geschäft betreiben, das noch den letzten Peso aus den Flüchtlingen herausquetscht, kann es tödliche Folgen haben, den Dingen auf den Grund zu gehen.
In diesem vielstimmig orchestrierten und schonungslos rauen politischen Roman porträtiert Antonio Ortuño ein menschenverachtendes System, das die Schwächsten ausraubt, vergewaltigt, verbrennt und schließlich in Massengräbern verschwinden lässt.

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Pressestimmen


"Die Verbrannten‹ ist ein wütendes Buch voll des Zorns über Korruption, Rassismus und ein Land, das gleichgültig wie ein Fleischwolf Jahr für Jahr Tausende zentralamerikanische Flüchtlinge zermalmt und ausspeit."
El País


„In einem Durchgangslager werden Migranten aus Mittel- und Südamerika massakriert. Die offizielle Politik reagiert mit Abwiegelung und Kriminalisierung der Opfer. Eine Momentaufnahme mexikanischer Verhältnisse, die keinesfalls nur mexikanisch sind. Virtuos erzählt, einen grausamen Realismus mit surrealen Passagen erzielend. Ein zorniges Buch, dessen Intention ästhetisch gedeckt ist.“
Thomas Wörtche, Juror Weltempfänger-Bestenliste 28/Herbst 2015

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„Dieses Buch überzeugt sowohl durch die dokumentarische Deutlichkeit, mit der es die furchtbaren Ereignisse ausbreitet, als auch durch sprachliche Vielfältigkeit - und seinen bösen Sarkasmus.“
Katharina Döbler, Deutschlandradio Kultur


"Antonio Ortunos Roman ist ein Schreckensbild über den Umgang mit Flüchtlingen in seiner Heimat.“
Hannes Lerchbacher, Buchkultur


„Auf gerade einmal 200 Seiten fächert Antonio Ortuño ein literarisch ungemein dichtes und breites Panorama der Migrations- und Gewaltthematik in Mexiko auf.“
Florian Schmid, Neues Deutschland


"Absolut erschütternd und großartig, ein Meisterwerk, das weit über Mexiko hinaus jede Art von Sentimentalität durch kristalline Wut zum Schweigen bringt."
Tobias Gohlis, KrimiZeit-Bestenliste


"Einer der aufregendsten Romane in diesem Herbst: 'Die Verbrannten' ist grandioser Kriminalroman, böse Groteske und kluge Reflexion in einem."
Thekla Dannenberg, perlentaucher


"Antonio Ortunos Roman 'Die Verbrannten' schockiert durch krasse Bilder, aber auch durch seine Analyse: Der mexikanische Autor zeigt hellsichtig, wie die offizielle Flüchtlingspolitik eines Landes, Teile der Bevölkerung, die voll dumpfer Ressentiments sind, und brutale Geschäftemacher des organisierten Verbrechens eine unheilvolle Allianz eingehen, die Menschen auf der Flucht in Lebensgefahr bringt. Das kommt uns bekannt vor, oder?"
Gabriele Knetsch, BR2 Diwan


"Eine aktuelle Lektüreempfehlung auch zur 'Transitzone' für Flüchtlinge, auf deren Einrichtung sich gerade CDU, CSU und SPD einknickend geeinigt haben: Ortuño porträtiert eine mexikanische Gesellschaft, in der die Stimmung 'gekippt' ist, als Nährboden für Rassismus, Mord, organisiertes Verbrechen. Ein Menetekel. Aus der Lektüre könnte man lernen: Der Abschottungs-Staat nährt die niedrigsten Instinkte. Einmal angefüttert, verpesten sie alles."
Tobias Gohlis, culturmag.de


"'Die Verbrannten' ist ein Schlag in die Magengrube - ein radikales, explizit politisches Buch, das sich vor allem dem Binnenrassismus in Mexiko widmet und das, sowohl was Quantität als auch Qualität und Intensität der Gewalt betrifft, seinesgleichen sucht."
Dennis Huthmacher, Buchhandlung Provini Chur


"Teils Thriller, teils grausiges Sittengemälde. (...) Die Toten sind nur Kalkül im Spiel um die Macht. Alle mischen bei den Geschäften mit, Kriminelle, Polizisten, staatliche Angestellte und Beamte. Das ist Ortuños bittere Botschaft."
Ralph Hammerthaler, Süddeutsche Zeitung


"Antonio Ortuño braucht für seinen Roman keinen fiktiven Plot. Er hat die Realität. Um zu verstehen, was in 'Die Verbrannten' passiert, muss man begreifen, dass in dem Mexiko, von dem er erzählt, ein Menschenleben unter Umständen nicht viel zählt. Aber diese Umstände gibt es eben auch bei uns."
Katharina Schmitz, Freitag


"Vielleicht ist Mexiko näher, als uns lieb ist. Man sollte 'Die Verbrannten' gerade deshalb lesen."
Ana Maria Michel, FAZ


"Wie hier evozierende Beschreibung des nackten Grauens in kommentierende Reflexion übergeht, ist für den changierenden Stil des ganzen Buches bezeichnend. Nicht nur der wie in einem Drehbuch beschriebene nächtliche Individualmord, sondern die ganze erzählerische Kraft des mexikanischen Autors beruht auf der visuellen Suggestivität, mit der er uns das haarsträubende Geschehen vors Auge stellt – als laufe da ein furchteinflößender Horrorfilm ab, den ein sarkastischer Erzähler fortlaufend kommentiert."
Wolfram Schütte, Glanz & Elend


"Flüchtlinge, Migranten, Wandernde sind nicht allein ein Phänomen unserer Region. Der mexikanische Schriftsteller Antonio Ortuño hat den Flüchtlingsströmen aus Zentralamerika einen starke und literarisch versierte Stimme verliehen."
Christoph Ohrem, WDR3


"Antonio Ortuño hält seiner Gesellschaft, aber auch uns, mit seinem Roman "Die Verbrannten" einen erschreckenden und doch großartigen Spiegel vor. Die Lektüre ist spannend, schlägt in Bann und lässt dem Leser den Atem stocken. Wir werden mit der brutalen Aktualität konfrontiert und dabei drängt sich immer deutlicher die Frage auf: Gibt es noch Hoffnung, kann Mexiko dieses Problem überhaupt alleine bewältigen, gibt es Lösungen, wo könnten sie liegen? Wäre die Legalisierung der Droge eine mögliche Hilfe, ein Schlüssel zu einer Lösung, wie immer mehr Intellektuelle, Nobelpreisträger, Ex-Regierungschefs und Experten behaupten? Das Thema betrifft alle, daher muss es intensiv und öffentlich diskutiert werden, und dies so schnell wie möglich. Nach der Lektüre dieses schmalen, beeindruckenden Romans besteht daran kein Zweifel."
Michi Strausfeld, Literaturkritik.de


"Ortuño überzeugt nicht allein durch die ohne Moralkeule erzählte Geschichte, sindern vor allem durch seine präzise, zurückgenommene Sprache, die eine ungeheure Wucht entfaltet."
Gunter Blank, Sonntagszeitung

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