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304 Seiten

Übersetzt von Hans-Joachim Hartstein

Oscar Martinez

Eine Geschichte der Gewalt

Leben und Sterben in Lateinamerika

In den Staaten Zentralamerikas herrscht das organisierte Verbrechen. Die strategische Lage hat Länder wie Guatemala, Honduras, El Salvador und Nicaragua zu wichtigen Transitländern des internationalen Drogenhandels gemacht und ihnen die höchsten Mordraten der Welt gebracht. Das staatliche Machtvakuum in diesen Ländern haben längst organisierte Banden wie die Mara Salvatrucha oder Barrio 18 besetzt – hier herrscht das Gesetz von Klingen und Kugeln.
Óscar Martínez’ preisgekrönte Reportagen führen uns direkt in das Chaos Zentralamerikas – er berichtet von Brunnen, die sich mit Leichen füllen, von Kronzeugen, die der Staat vergessen hat, von jugendlichen Killern, die für einen Beutel Gras töten und von dem profitablen Geschäft der internationalen Kartelle mit Kokain und Migranten. Er schreibt über die Sisyphusarbeit des einzigen Gerichtsmediziners in El Salvador, über die Herren der Grenzen im Dschungel Guatemalas, über mexikanische Bordelle, in denen die zentralamerikanischen Flüchtlinge verkauft werden. Das Bild, das sich aus seinen Reportagen ergibt, ist erschreckend: eine Region, die von Angst und Perspektivlosigkeit beherrscht wird und aus der die Menschen zu Millionen fliehen.

Erhältlich als

Autorenporträt

Pressestimmen


"Chronik und Erzählung reichen nicht mehr aus: Es geht darum, Fakten aufzuzeigen und sie mit erzählerischen Mitteln anzuprangern."
Roberto Saviano über die Reportagen von Óscar Martínez


"Warum Martínez' Reportagen (...) preisgekrönt und aufsehenerregend sind, macht die Lektüre seiner 'Geschichte der Gewalt' fühlbar. (...) Ein Buch, das nicht sensationslüstern auftrumpft, sondern feinsinnig beschreibt, was das Scheitern eines Staates für seine Menschen bedeutet."
Thomas Speckmann, Die Zeit

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"Der Staat entmachtet, die Menschen entrechtet - in seinem Buch 'Eine Geschichte der Gewalt' zeichnet Óscar Martínez nach, wie die Narco-Kriminalität die Gesellschaften Guatemalas und El Salvadors zerstört. (...) Flucht als Erfahrung absoluten Ausgeliefertseins und kompletter Rechtlosigkeit - so wirft Martínez' Rechtsstaat-Requiem auch ein Licht auf die Flüchtlingsströme, die in Richtung Europa unterwegs sind."
Christian Buß, Spiegel Online


"Martínez ist ein furchtloser Frontberichterstatter, der beeindruckende Porträts mitten aus dem Kriegsgebiet sammelt. (...) Es sind Ausnahmereportagen. Óscar Martínez ist immer nah am Detail, er hat einen scharfen Blick und eine mindestens ebenso scharfe Feder. Er verliert sich nie in Kommentaren und Spekulationen, sondern lässt seine Geschichten für sich sprechen. Dabei schreibt er mit höchstem Einsatz – lateinamerikanische Journalisten haben keine hohe Lebenserwartung."
Jürgen Neubauer, culturmag.de


"Während klassische Reportagen vornehmlich Fakten, Zitate und Beschreibungen liefern, schärft Martínez die Aufmerksamkeit und das Gefühl der Leser durch erzählerische Stilmittel wie Wiederholungen, Einblendungen und Tempowechsel."
Katharina Döbler, Deutschlandradio Kultur


"Wer die Folgen von Amerikas Drogenkrieg in Zentralamerika verstehen will, muss die Reportagen von Óscar Martínez lesen. (...) Martínez gehört zu einer Generation von Schriftstellern, die seit einigen Jahren durch penible und hervorragend geschriebene journalistische Arbeiten die Literatur Lateinamerikas erneuern."
Hernán D. Caro, FAS


"Martínez berichtet von den Verbindungen des organisierten Verbrechens bis in die hohe Politik. Der mutige Journalist hat mit Tätern wie Opfern gesprochen, mit ehrlichen und korrupten Polizisten, Staatsanwälten und Politikern, und er hat Kronzeugen interviewt, die in
Zentralamerika meist vergeblich auf Schutz durch die Behörden warten und ermordet werden."
Eva Karnofsky, SWR2 Die Buchkritik


"Martínez ist ein großartiger Stilist, der sehr spannend schreibt: Er beginnt häufig mit einem Detail und entwickelt allmählich das gesamte System, das dahintersteht. Zu den eindrucksvollsten Texten gehört das Porträt eines Gerichtsmediziners. Martínez hat über Jahre hinweg protokolliert, wie der Mann Leichen aus einem Brunnen bergen will und dabei immer wieder sabotiert wird."
Wera Reusch, WDR3 Resonanzen


"Ein unglaublich vielfältiges Röntgenbild des Gewaltspektrums in Zentralamerika."
Josef Oehrlein, FAZ


"'Leben und Sterben in Zentralamerika' lautet der Untertitel des Buches. (...) Minutiös hat Martínez die Akteure des Horrors recherchiert und sie auch namentlich dingfest gemacht, weshalb sich mancher Beitrag wie ein Untersuchungsbericht liest. Der Reporter Martínez nimmt oft Lebensgefahr auf sich, um dem Schrecken auf den Grund zu gehen. In dieser Unmittelbarkeit zu Opfern und Tätern liegt die besondere Qualität dieser Geschichte der Gewalt in Zentralamerika."
Peter B. Schumann, BR2 Diwan


"Martínez‘ Reportagen über die gewalttätigen, freudlosen, vom organisierten Verbrechen vergifteten Gesellschaften Mittelamerikas sprechen für sich selbst; sie sind furchteinflößend genau, ohne blutrünstig zu sein."
Cord Aschenbrenner, Süddeutsche Zeitung


"Aus den Druckseiten des Buches 'Eine Geschichte der Gewalt' stinkt der Tod. Martinez gilt inzwischen als einer der renommiertesten Investigativjournalisten Zentralamerikas. Seine Gespräche mit inhaftierten Bandenmitgliedern ersparen dem Leser nichts (...)"
Gerhard Drekonja-Kornat

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