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368 Seiten

Übersetzt von Noemi von Alemann, Gabriele Gockel, Thomas Wollermann

Alice Goffman

On the run

Die Kriminalisierung der Armen in Amerika

Der »War on Drugs«, der seit 40 Jahren in Amerika tobt, hat es nicht geschafft, den Verkauf oder Gebrauch von Drogen zu verhindern, aber er hat einen weitgehend unbekannten Überwachungsstaat in Amerikas ärmsten Nachbarschaften etabliert. Einen Staat, der durch seine »tough on crime«-Politik ganze Viertel kriminalisiert und die Beziehungen, die eigentlich für Stabilität bei Jugendlichen sorgen sollten, in Belastungen verwandelt.
Alice Goffman hat sechs Jahre in so einer Nachbarschaft in Philadelphia gelebt, und ihre genauen Beobachtungen und erschreckenden Erzählungen offenbaren die schädlichen Folgen dieser weit verbreiteten Politik. Goffman stellt uns unvergessliche Charaktere vor, junge afroamerikanische Männer, die in dem Netz von Haftbefehlen und Überwachung gefangen sind. Manche von ihnen sind kleinkriminelle Drogendealer und andere ganz gewöhnliche Jungs, die einfach mit den wenigen Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen, zu kämpfen haben. Doch alle finden sich in der Falle einer unterstellten Kriminalität, der sie nur selten entkommen können.
Ohne die Probleme des Drogenhandels und die Gewalt, die oft damit einhergeht, zu verleugnen, führen uns die fesselnden Berichte von Alice Goffman die menschlichen Kosten dieser verfehlten Politik vor Augen.

Erhältlich als

Autorenporträt

Pressestimmen

"Alice Goffmans 'On the Run' ist die beste Abhandlung über die elende Kehrseite des neoliberalistischen Amerika."
Cornel West


"Die amerikanische Justiz geht selektiv vor, sie wendet Regeln und Gesetze unterschiedlich an, je nach dem, welcher Rasse oder Schicht ein Verdächtiger angehört. Neu und aufwühlend ist die Schlussfolgerung, die Alice Goffman daraus zieht: Der amerikanische 'War on Drugs', der sich seit mehr als 40 Jahren vor allem gegen Schwarze richtet, hat nur wenig gegen die Probleme des Drogenhandels ausgerichtet. Stattdessen aber hat er einen Überwachungsstaat geschaffen, der die sozialen Beziehungen in den Vierteln der Ärmsten zerstört."
ARD "Titel, Thesen, Temperamente"

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"Ganz nah ist Goffman an diesen Menschen, kennt ihren Alltag und ihre Ängste genauestens. (...) Die Stärke ihrer teilnehmenden Beobachtung ist, dass sie die Ironie eines Polizeiapparats freilegt, der immer neue Strafsubjekte produziert."
Milena Fee Hassenkamp, Der Freitag


"Goffman näherte sich ihrem Thema nicht wie eine bestens präparierte Expedition mit allerlei Forschungszielen. Sie geriet im westlichen Philadelphia als junge Frau auf privater, kleiner und freundschaftlicher Ebene in etwas, das sich ihr allmählich als Milieu und Community herausschälte. (...) Für manche mag das zu wenig 'Forschen' sein, Erleben aber ist es und Teilhaben. Ebenso sehr wie sie in ihrem Buch eine bestimmte Welt zu beschreiben sucht, schreibt sie sich auch etwas von der Seele. (...) Natürlich gibt es auch jene schwarzen Stimmen, die Netzbeschmutzung oder eine Festschreibung schwarzer Existenzen auf Ghetto und Kriminalität vermuten. Aber Herrgott: Es ist einfach dokumentarisch, was Alice Goffman macht, pfeif auf die Etikettenbastler."
Alf Mayer, culturmag.de


"Goffmans Vorwurf, die Ergebnisse der Bürgerrechtsbewegung seien rückgängig gemacht worden, hat Hand und Fuß: Der Schwarze Mann ist wieder eine nachgefragte Ware, im profitablen Geschäftsfeld 'Überwachen und Strafen'."
Martin Zähringer, Deutschlandfunk Andruck


"Alice Goffman lebte sechs Jahre als Weiße in einem Schwarzen-Viertel in Philadelphia. Dort erlebte sie, wie die Polizei die Menschen täglich drangsaliert."
Matthias Kolb, SZ Online


"Man staunt ob der Courage und der Cleverness der weißen jungen Frau, die sich in Cliquen schwarzer, gewaltbereiter junger Männer hineinbegibt, mit ihnen lebt und offenbar wirklich respektiert wird. Alsbald wird sie zur anerkannten Chronistin der Jugendlichen und schreibt ihre Dissertation über ihre Erfahrungen."
Gabriele von Arnim, Deutschlandradio Kultur


"Ein Buch, das wichtig ist, das wütend macht und unbedingt lesenswert ist, wenn man verstehen möchte, was sich hinter den Schlagzeilen verbirgt."
Martina Groß, SWR2 Die Buchkritik


"Dies erschreckende Lehrstück über Rassismus lässt einen nicht mehr los. Zeigt es doch, der amerikanische Krieg gegen das Verbrechen richtet sich gezielt gegen schwarze junge Männer. Macht sie chancen- und zukunftslos: Sie leben zwischen Furcht und Misstrauen; ständig auf der Flucht."
Deutschlandradio Kultur, Buchempfehlungen Juli 2015


"Wer die kommenden gesellschaftlichen Veränderungen in den USA verstehen will, sollte Goffman im Auge behalten."
A Journal Online


"Sie hat auf positivistische oder postmoderne Glasperlenspiele verzichtet und sich an die Tabus ihrer Gesellschaft gewagt."
Junge Welt


"Alice Goffman lebt jahrelang in einem schwarzen Armenviertel und beschreibt den Alltag der dort lebenden Menschen. Eine niederschmetternde Bilanz: auf legalem Wege ist das Leben dort als junger Mann fast nicht zu bewältigen. Und Schuld daran ist das System der amerikanischen Polizei und ein Rechtssystem, das an den Möglichkeiten der Menschen vorbei geht - so die Analyse von Alice Goffman."
Annette Spohn, ZDF aspekte


"Die am dringlichsten erwartete, am euphorischsten gefeierte Neuerscheinung auf dem amerikanischen Buchmarkt in diesem Jahr heißt 'On the Run'." Peter Richter, SZ



"Goffman schildert mit Sympathie und Anteilnahme, aber zugleich mit analytischer Präzision das Leben junger schwarzer Männer im Getto - ein Leben in beständiger Flucht vor der Polizei."
Michael Hochgeschwender, FAZ


"Goffman erzählt darin aus dem Alltag kriminalisierter Jugendlicher - und berichtet, was das ständige Risiko der Kontrolle und Verhaftung für Familien, Beziehungen und Wirtschaftsleben bedeutet."
Oskar Piegsa, Spiegel Online

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