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160 Seiten

Übersetzt von Dagmar Ploetz

Rafael Chirbes

Paris-Austerlitz

Ein junger spanischer Maler flieht vor den Ansprüchen seiner gutbürgerlichen Familie nach Paris und steht dort vor dem Nichts. Er hat keinen Job, kein Geld und weiß nicht wohin, als er Michel kennenlernt, einen Arbeiter Mitte fünfzig, dessen Vitalität ihn fasziniert und anzieht. Sie verlieben sich, Michel nimmt ihn auf, in seine Wohnung, sein Bett, sein Leben. Am Anfang sind sie nur glücklich und genießen die gemeinsame Zeit, die nächtlichen Streifzüge durch die Kneipen und die am Wochenende durch das lichte Paris, die Kinos, die Ausstellungen, die Parks. Aber irgendwann erinnern die in der Ecke des ärmlichen Hinterhofzimmers gestapelten Leinwände den jungen Mann daran, dass er noch andere Ambitionen hat. Auch der Alters-, Bildungs- und Klassenunterschied macht sich bemerkbar, und die Liebe kann diese Unterschiede nicht besiegen, nicht, wenn sie so besitzergreifend ist wie die Michels.
Ein Roman, der nach den Beweggründen des Herzens forscht. Sie mögen gelegentlich falsch sein, erweisen sich aber als unwiderstehlich. Es ist die tröstliche Natur der Liebe, ihre erlösende Kraft, auch wenn sie nicht alles überwindet, die diesen Roman zu einem Juwel macht und die große sprachliche Kraft von Rafael Chirbes noch einmal leuchten lässt.

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Autorenporträt

Pressestimmen


„Warum wir empfinden, was wir empfinden, auch in den intimsten Momenten: Das ist der Treibstoff von Chirbes‘ Prosa, die sich keine flaue Zeile erlaubt.“
Paul Ingendaay, FAZ


"Statistisch gesehen dürfte ein relevanter Prozentsatz europäischer Liebesromane in Paris spielen - so einer wie der schwermütige, traurige, wunderbar grenzenlose 'Paris - Austerlitz' von Rafael Chirbes war bisher noch nicht dabei."
Mario Scalla, hr2 Kulturfrühstück

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"Mit ,Paris-Austerlitz' hat Chirbes noch kurz vor seinem Tod einen würdigen Schlussstein in ein ohnehin eindrucksvolles Gesamtwerk gesetzt (...) In diesem letzten Werk wird der Rahmen am Ende ganz klein, und der Romancier beschränkt sich auf die sublimen Zwischentöne einer nur scheinbar grobschlächtigen Unter- bis Mittelschicht. Auch die Übersetzungsleistung von Dagmar Ploetz ist wie erwartet positiv hervorzuheben und transferiert idiomatische Nuancen ohne Irritationen in das Deutsche, sodass ein authentisches Leseerlebnis in jedem Fall gegeben ist. Zwischen etlichen Veröffentlichungen auf dem Buchmarkt, die sich von Kitsch und Wiederholung nicht mehr befreien können, bietet Chirbes‘ letzter Roman daher eine willkommene Abwechslung in direktem, unverfälschtem Ton."
Daphne Tokas, Literaturkritik.de


"Es ist ein nachgelassenes Spätwerk, in dem Rafael Chirbes noch einmal seine außergewöhnliche sprachliche Kraft beweist. Und ein Buch, in dem man seinen eigenen Tod unweigerlich mitliest."
Björn Gauges, Fuldaer Zeitung


"Rafael Chirbes zeigt in seinem letzten – vielleicht persönlichsten – Werk ,Paris – Austerlitz' noch ein letztes Mal, wie er große Gefühle, die Beziehungen zwischen Menschen und die politische Analyse eines scharfsinnigen Gesellschaftskritikers in einem großartig erzählten, dichten Roman bündelt. ,Paris – Austerlitz' ist das anrührende Abschiedsbuch eines Autors, der im Literaturbetrieb eine tiefe Lücke hinterlassen hat."
Gabriele Knetsch, BR2 Diwan - Das Büchermagazin


"Mit Paris-Austerlitz hat Chirbes noch kurz vor seinem Tod einen würdigen Schlussstein in ein ohnehin eindrucksvolles Gesamtwerk gesetzt (...). In diesem letzten Werk wird der Rahmen am Ende ganz klein, und der Romancier beschränkt sich auf die sublimen Zwischentöne einer nur scheinbar grobschlächtigen Unter- bis Mittelschicht."
Daphne Tokas, Literaturkritik.de


"Was auch immer an diesem Buch autobiografische Züge haben mag und wie auch immer sie verfremdet und literarisiert wurden: Dieser Roman bezeugt die Erfahrung von Glück und Schuld. Ein schmales, konzentriertes Buch, das einem wohl gerade in seiner Diskretion und Zurückgenommenheit nah kommt. Ein literarischer Nachruf, dessen unbedingte Integrität ergreift."
Sabine Peters, Berliner Zeitung


"Was treibt Paare auseinander, was passiert, dass zwei, die sich in einer Liebesutopie eingerichtet haben, auf einmal nicht mehr miteinander können? Dass sie sich auseinandergelebt haben, bleibt eine leere Floskel, die nicht weiterhilft. Es bedarf eines umsichtigen Autors wie Rafael Chirbes, der nicht lockerlässt, quälend genau und immer noch genauer hinsieht, um herauszubekommen, wo in dieser Beziehung der Wurm drin ist. Jede Trennung ist das Ende einer Geschichte, die so einzigartig ist, dass man um das Erzählen nicht herumkommt."
Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten


"Dieses Buch ist eine atmosphärisch dichte, sprachlich wuchtige Suche nach der oft berufenen großen Liebe: Chirbes beschreibt sie zum Teil drastisch als Prozess voller Innigkeit und Körperlichkeit, Anziehung und Abstoßung. Der Aufbau mit Rückblenden vom Ende her und der Stil sind virtuos, die detaillierten Sex Szenen mögen manche Leser schockieren, wirken aber sehr realistisch. Vor allem die Psychologie einer exemplarischen schwulen Beziehung ist einfach brillant."
Widmar Puhl, SWR2


"Gerade habe ich angefangen, `Paris-Austerlitz' zu lesen, den letzten, nachgelassenen seiner Romane, der soeben erschienen ist. Er ähnelt seinem Erstling in manchem verblüffend. Hier wie dort geht es um den Wunsch, Künstler zu werden, um sexuelle Ausschweifungen und zu viel Alkohol, um den Ich-Verlust in der Fremde und die Selbstbehauptung im eigenen Werk.
Es gefällt mir, dass Chirbes sein Hauptwerk, die großen, analytischen Gesellschaftsromane, zwischen zwei schmale Ich-Romane gefasst hat, in denen er das eingangs zitierte Credo beschwört: 'Poesie wird nicht verkündet, sie wird versucht'. Es ist das Credo eines Ungläubigen, der beschlossen hat, sich allein auf seine Sinne zu verlassen und uns in der kraftvollsten Sprache zu erzählen, was er erlebt hat."
Georg M. Oswald


"Romane helfen zu verstehen, sagte der Autor einmal. Mit seinen Büchern versuche er selbst zu verstehen und vielleicht anderen beim Verstehen zu helfen. Rafael Chirbes hinterlässt letzte, radikale Fragen. Auch für die Zertrümmerung unserer faulen Gewissheiten schulden wir ihm Dank."
Brigitta Lindemann, WDR3 Mosaik


"Rafael Chirbes entlässt uns mit der Gewissheit, dass 'Paris-Austerlitz' ein würdiger Endpunkt in vielerlei Hinsicht ist – wobei wir von den Seelendiagnosen des zu früh verstorbenen Spaniers Rafael Chirbes gerne weiter gelesen hätten."
Jochen Marmit, Saarländischer Rundfunk


"'Paris-Austerlitz' ist Chirbes' persönlichstes und, trotz der geschmeidigen Sprache, sein leidenschaftlichstes Buch."
Ralph Hammerthaler, Süddeutsche Zeitung


"'Paris-Austerlitz' ist ein persönliches Buch, geschrieben in kühlen, eleganten, analytischen Sätzen. Ein unsentimentaler und vielleicht gerade deshalb so berührender Roman über die unterschiedlichen Grade der Liebe."
Dirk Fuhrig, Deutschlandradio Kultur


"In diesem Buch wird die Gesellschaft – abgesehen vom starken Band der Familie des Erzählers – kaum zum Beweggrund. Umso deutlicher, farbiger schafft Chirbes seinen Personen aus Details eine Welt, das Viertel in Paris mit seinen Hinterhöfen, Kneipen, dem Krankenhaus. Er verzaubert seine Leser mit seiner unaufgeregten Sprache, in der alles Jauchzen, alle Tragik enthalten sind, ohne ausgesprochen werden zu müssen."
Gundula Sell, Sächsische Zeitung


"Allen Büchern von Chirbes ist gemeinsam, mit welcher Genauigkeit sie den schier unaushaltbaren Verrat in Liebe und Freundschaft vermessen, die Illoyalität, die vor allen entschuldbar sein mag, aber nicht vor sich selbst. Chirbes legt das mühsam Versteckte offen: So ist es, so sind wir, es ist ein Elend. Diese unbedingte Aufrichtigkeit machte sein Werk zu einem großen erzählerischen Erlebnis. 'Paris-Austerlitz' ist sein schöner, trauriger Ausklang."
Hans-Christian Riechers, taz


"Mit der Frage nach Verantwortung und Schuld ist die Dimension umrissen, die diesen schmalen Roman zu einem herausragenden Stück Literatur macht. Chirbes schreibt unpathetisch, zurückgenommen. Aber in seiner Arbeit des Verstehenwollens kommt eine Unbedingtheit zur Sprache, die ergreift."
Sabine Peters, Deutschlandfunk Büchermarkt

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