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72 Seiten

Übersetzt von Maro Mariolea

Nikos Dimou

Über das Unglück, ein Grieche zu sein

"Wenn ein Grieche von Europa spricht, schließt er Griechenland automatisch aus. Wenn ein Ausländer von Europa spricht, ist es undenkbar für uns, dass er Griechenland nicht mit einschließt."
"Das Parkinsonsche Gesetz auf Griechisch: Zwei Griechen schaffen in zwei Stunden (wegen Streitigkeiten), was ein Grieche in einer Stunde schafft."
Das behaupten nicht die Kontrolleure der EU, sondern einer der bekanntesten griechischen Intellektuellen, Nikos Dimou. Sein Klassiker "Über das Unglück, ein Grieche zu sein", den jeder Grieche kennt, hat gerade wieder die Bestsellerlisten gestürmt - und liegt nun erstmals auf Deutsch vor. Zeitlose Einsichten für alle, die Griechenland lieben und doch an ihm verzagen:
"Ein Grieche tut alles, was er kann, um die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu vergrößern."
"Mit Methode und System, die unserem täglichen Leben und unserer Arbeit fehlen, konzentrieren wir uns auf unsere geheime Mission: das wunderbare Land, das uns das Schicksal zugedacht hat, so effektiv wie möglich zu zerstören."

Erhältlich als

Autorenporträt

Pressestimmen

"Was Nikos Dimou vor 36 Jahren notiert hat, scheint von bleibender Aktualität zu sein. (...) Das gegenwärtige Getrommel in den Boulevardmedien in Griechenland und Deutschland und das Geraune und Gekläffe in den Blogs sollte man daher getrost vergessen und Beistand bei Dimou suchen." Christiane Schlötzer, Süddeutsche Zeitung

"Dimou ist ein streitbarer Zeitgenosse, der keine Tabus kennt, wenn er Kritik an den politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen in seinem Heimatland übt."
Gerd Höhler, Der Tagesspiegel

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„Nikos Dimou kommt wiederholt auf die Identitätsprobleme der Griechen zu sprechen, das Hin- und Hergerissensein zwischen Europa und dem Orient, das Fehlen eines Leitbildes, die Minderwertigkeitskomplexe. Dimou zitiert griechische Schriftsteller und befragt griechische Mythen; er streift nationale Helden und ‚Krankheiten der griechischen Seele‘, er benennt Größenwahn, Realitätsverkennung, Wankelmut, Träumerei. Kurz: Der Philosoph stellt ganze Nationalgeschichte auf den Prüfstand. Und die Ursachenforschung klingt auch heute noch, 36 Jahre nach der Erstveröffentlichung, sehr aktuell.“
Stefan Berkholz, BR2, Diwan

"Ein Vademecum in Zeiten der Eurokrise; pointierte Anregungen für all diejenigen, die die aktuelle griechische Tragödie in historischer Perspektive verstehen wollen."
Alf Mentzer, HR2 Libretto

"Dimous berühmte Aphorismen 'Über das Unglück, ein Grieche zu sein', zuerst 1975 unmittelbar nach dem Ende der Militärdiktatur erschienen, empfanden viele Landsleute als Nestbeschmutzung. Dennoch hat das Buch, das eigentlich als Liebeserklärung an Griechenland gemeint und allen selbstkritischen Griechen gewidmet ist, mit über dreißig Auflagen Kultstatur erlangt."
Manuel Gogos, Neue Zürcher Zeitung

"Dimou zieht die Summe aus einer nationalen Geschichte , die im 19. Jahrhundert mit fremden Zivilisationsbringern und Dynastien begann, sich von politischem und wirtschaftlichem Staatsbankrott zu Staatsbankrott schleppte und im 20. Jahrhundert zu den Weltkriegen noch die kleinasiatische Katastrophe, diverse Diktaturen und einen vierjährigen Bürgerkrieg hinzufügte: 'Mit Methode und System, die unserem Alltagsleben fehlen, konzentrieren wir uns auf unsere geheime Mission: das wunderbare Land, das uns das Schicksal zugeteilt hat, so effektiv wie möglich zu zerstören.'
Dimous größtes Unglück aber ist, dass ihm, dem leidenschaftlich liebenden Patrioten, offenbar niemand zugehört hat: 'Das trostloseste Spektakel der Welt: zehn griechische Intellektuelle in einem Raum. Jeder bei dem Versuch, die anderen zu Zuhörern zu machen.'"
Berthold Seewald, Die Welt

"Wir haben immer ein großes Misstrauen gegenüber allem, was vom Westen kommt. Das sehen Sie auch heute, wo viele Griechen an eine Verschwörung glauben: dass die Krise nicht wirklich existiere, dass der Westen sie heraufbeschworen habe."
Nikos Dimou im ZEIT-Interview, 26.7.2012

"'Andere Völker haben Institutionen. Wir haben Luftspiegelungen', lautet ein häufig zitierter Satz aus einem Werk, das sein Autor unbescheiden, aber kaum übertrieben als erfolgreichstes griechisches Sachbuch seit der Antike bezeichnet."
Michael Martens, FAZ

"Die Traumlandschaften, das Licht, die Gastfreundschaft seiner liebenswerten Bewohner: 'Schließ Griechenland in dein Herz und du kriegst einen Infarkt' - das schreibt Nikos Dimou, das Enfant terrible unter Griechenlands Intellektuellen. Seine Sätze sind scharf und bohren im Selbstverständnis seiner Landsleute herum. Sein Buch ist eine Fundgrube an Provokationen."
Lisa Röösli, 3sat Kulturzeit

"Wer Griechenland kennt (und liebt), wird bestätigen können, dass Dimou eine Wurzel der heutigen griechischen Misere bloßlegt - die Realitätsverweigerung als Nationalsport."
Hans Rauscher, derStandard.at

"Nun, 37 Jahre nach seinem ersten Erscheinen, kommt dem Büchlein eine neue Rolle zu, nämlich die des Botschafters. Nikos Dimou wünscht sich, es möge den Lesern außerhalb Griechenlands helfen, die griechische Mentalität in ihrer ganzen Zerrissenheit zu verstehen. Und am Ende den Blick zu erweitern und vielleicht sogar Europa neu zu denken."
Alkyone Karamanolis, Deutschlandfunk

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Beitrag: Nikos Dimou | hr2-Mikado

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