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160 Seiten

Übersetzt von Rita Seuß

Maurizio Bettini

Wurzeln

Die trügerischen Mythen der Identität

Ein heilsames Vademecum gegen die Leitkultur- Debatte, eine kluge Warnung vor Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung und Missbrauch von Tradition und Geschichte.

Was meinen wir eigentlich, wenn wir von unseren »Wurzeln« sprechen? In unsicheren Zeiten beschwören wir (statt der Zukunft) gern Geschichte und Tradition, unser kulturelles Erbe, die gemeinsame Identität. Doch Bilder und Metaphern sind keineswegs unschuldig. Mit dem der »Wurzeln« – so Bettini – drücken wir aus, dass unsere Welt so bleiben soll, wie sie ist. Wir wehren uns gegen Wandel und grenzen uns von anderen ab, deren eigenen kulturellen Wurzeln wir keineswegs dieselbe Wertschätzung entgegenbringen.
Die Metapher suggeriert etwas Naturgegebenes, im wahrsten Sinne »Fundamentales«, eine quasi automatische Zugehörigkeit. Dabei wissen wir eigentlich, dass auch unsere Kultur wie alle anderen durch Aneignung, Wandel und Vermischung mit fremden Einflüssen entstanden ist; dass die vielzitierte kollektive Erinnerung oft nicht mehr ist als persönliche Nostalgie.
Mit funkelnder Ironie umkreist Bettini die vielen Spielarten unserer neuen identitären Obsession: von wiederentdeckten, wenn nicht gar erfundenen Traditionen bis zur Inflation von Gedenktagen, vom Kult der Authentizität und Ursprünglichkeit bis zur Idealisierung von Großmutters Küche.

Erhältlich als

Autorenporträt

Pressestimmen

"Ein geistreiches, meisterhaftes Buch, ein Heilmittel zur Förderung des gesunden Menschenverstands.“
Il Sole

"‘Wer sich für Kulturen interessiert, liebt die Differenz, wer Wurzeln propagiert, sucht die Identität.‘ Untermauert mit profunden kulturhistorischen Kenntnissen, ist das der Kernsatz dieses unpathetisch geistreichen Buches.“
Katharina Döbler, Deutschlandfunk Kultur

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"Geistreich ficht der Autor (…) gegen die anthropologisch und historisch falsche Berufung auf angebliche Wurzeln und ihren Einsatz zum Zweck der politischen Manipulation. Warten wir ab, was Seehofer aus seinem Heimatministerium macht!“
Harald Loch, Badische Zeitung

"In 19 kleinen Kapiteln fühlt Bettini dem Gerede von den autochthonen Wurzeln auf den Zahn: metaphorisch, anthropologisch, mythologisch, ja sogar kulinarisch."
Marc Reichwein, Die Literarische Welt

"Maurizio Bettinis Buch hilft uns, wach zu bleiben und die Sprachspiele und Manipulationsversuche der Populisten zu entlarven."
kulturthemen.de

"Eine zukunftsfähige Tradition beinhaltet für den Autor Menschlichkeit, Toleranz und Offenheit. Diese europäischen Werte kann man besser verteidigen, wenn der Blick nicht engstirnig und der Standpunkt nicht festgenagelt ist. Statt den Wurzeln schlägt er die Metapher des fließenden Stroms mit vielen Einflüssen aus Nebenflüssen vor, die die Identität im wahrsten Sinne 'beeinflussen'."
Juliane Fischer, Falter

"Bettini zeigt anhand schlüssig aufbereiteter Beispiele, wie selektiv Vergangenheit im kollektiven Gedächtnis rekonstruiert und das Geschehene bis zur Lüge geglättet wird, um schließlich als Leitstern für die Zukunft herhalten zu können. Sein überzeugendes Fazit lautet: Die Verwechslung von Identität und Tradition folgt aus derjenigen von individueller und gemeinschaftlicher Erinnerung, und eine Überbetonung der Nostalgie ist nichts anderes als geistiger Provinzialismus."
Mirco Drewes, Sächsische Zeitung

"Den Verteidigern des 'christlichen Abendlandes', 'nationaler Grösse' oder anderer Trutzburgen eines apologetischen Selbstverständnisses ist in der Tat entgegenzuhalten, dass weder Traditionen noch Kulturen 'naturgegeben' und somit biologisch festgelegt sind; Bettini wirft ihnen zu Recht vor, Anthropologie mit Nostalgie zu verwechseln 'oder – im schlimmsten Fall – mit Politik'."
Clemens Klünemann, Neue Zürcher Zeitung

„Der Clou ist, wie so oft bei genialen Gedanken, völlig elementar: Menschen haben keine Wurzeln.“
Nils Minkmar, LiteraturSpiegel

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