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Paul Verhaeghe
Und ich?
Identität in einer durchökonomisierten Gesellschaft

256 Seiten
sofort lieferbar
erschienen im August 2013

Übersetzt von Birgit Erdmann, Angela Wicharz-Lindner
ISBN 978-3-88897-869-2

Paul Verhaeghe

Und ich?

Noch nie, heißt es, ging es uns so gut – doch noch nie haben wir uns so schlecht gefühlt. Die neoliberale Ideologie durchdringt unser Leben inzwischen bis in den letzten Winkel: Sie prägt unsere Selbstwahrnehmung, unsere Beziehung zu unserem Körper, unseren Partnern und Kindern – in anderen Worten, unsere Identität.
Offenbar hat die neue Freiheit und Selbstverantwortung eine dunkle Kehrseite. Ihre implizite Botschaft lautet: Jeder kann perfekt sein, jeder kann alles haben. Wer versagt, hat sich nicht genug angestrengt; wer scheitert, ist allein schuld. Beschämung und Schuldgefühle sind die Folge, Wut, Aggression und diffuse Trauer, Selbstzweifel und »bipolare Störungen« – oder gar Täuschung und Betrug, wenn es gilt, die ausufernden Leistungskataloge der modernen Arbeitswelt zu erfüllen. Keineswegs zufällig werden sie uns im Gewande objektiver, wissenschaftlich geprüfter Erfordernisse präsentiert, gegen die aufzubegehren zwecklos ist.
In einer furiosen Anklage zeigt der Psychoanalytiker Paul Verhaeghe, welche Auswirkungen das Selbstverständnis einer Gesellschaft, die jeden Lebensbereich unter das Diktat der Ökonomie stellt, auf die Psyche der Menschen hat.

Autorenporträt

Paul Verhaeghe lehrt als klinischer Psychologe und Psychoanalytiker an der Universität Gent. Der international renommierte Freud- und Lacanspezialist ist Autor mehrerer Bücher; sein letztes Und ich? Identität in einer durchökonomisierten Gesellschaft (Kunstmann 2013) wurde in mehrere Sprachen übersetzt....

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"'Und ich?' zeigt uns das vernichtende Röntgenbild der enormen gesellschaftlichen und psychischen Schäden, die von den neoliberalen Rattenfängern angerichtet wurden."
Standaard der Letteren (Belgien)
 
29.09.16, 19:00 Uhr

Philosophischer Tisch mit Paul Verhaeghe

Diskussion

60316 Frankfurt am Main

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