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206 Seiten

Christina Clemm

AktenEinsicht

Geschichten von Frauen und Gewalt

Gewalt gegen Frauen ist ein alltägliches Phänomen, auch wenn sie nur selten öffentlich wird. »AktenEinsicht« erzählt Geschichten von Frauen, die körperlicher und sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren, und vermittelt überraschende, teils erschreckende Einsichten in die Arbeit von Justiz und Polizei.
Nach den neuesten Zahlen des BKA ist jede dritte Frau in Deutsch­land von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Welche Lebensgeschichten sich hinter dieser erschreckenden Zahl verbergen, davon erzählt die Strafrechtsanwältin Christina Clemm, empathisch und unpathetisch.

Alina ist nach Deutschland gekommen, um Geld zu verdienen. Sie wusste, dass sie wahrscheinlich nur als Prostituierte wird arbeiten können, und kommt gut damit zurecht. Mit Vielem hat sie gerechnet, aber nicht damit, dass ein Bekannter ihres Bruders ihr nachstellt und – als sie ihn abweist – versucht, sie auf offener Straße zu töten. Eva verlässt ihren Freund, der sie in den Bauch tritt, als sie schwanger ist. Er verfolgt sie, schickt Morddrohungen. Siebzehn Mal hatte sie ihn vergeblich bei der Polizei angezeigt, als ihre Tochter sie tot in ihrer Wohnung findet. Faizah wird von ihrem deutschen Ehemann schwer misshandelt. Einmal gelingt es ihr, sich nach draußen zu retten. Er folgt ihr, prügelt weiter, würgt sie, bis Passanten ihn festhalten und die Polizei holen.

Wie gewinnt man nach einer Gewalterfahrung die Selbstachtung zurück, die Selbstbestimmung über das eigene Leben? Wie geht man damit um, dass die Polizei einen angekündigten Mord nicht ernst nimmt? Dass man einem Richter gegenübersteht, der auf dem rechten Auge blind ist? Was macht es mit den Betroffenen, die Täter wiedersehen zu müssen und sich bohrenden Fragen zur Tat zu stellen?
Christina Clemm nimmt uns mit auf eine Reise in die Gerichtssäle der Republik, an die Tatorte, in die Tatgeschehen. Es sind Geschichten, die man nicht mehr vergessen wird.

Erhältlich als

Autorenporträt

Pressestimmen

"Anwältin Christina Clemm vertritt Frauen, die von ihren Männern geschlagen werden. Laut Statistik gibt es in jedem Freundeskreis Täter und Opfer."
Julia Schaaf, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

"Gibt es heute weniger Partnerschaftsgewalt als früher? Die Berliner Anwältin Christina Clemm berichtet, was sich in den vergangenen Jahren verbessert hat - und was nicht."
Laura Backes, Der Spiegel

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"In Deutschland ist jede dritte Frau von physischer oder sexueller Gewalt betroffen. Die Strafrechtsanwältin Christina Clemm hat die Geschichten hinter dieser Zahl recherchiert."
Simone Schmollack, taz

"Die Anwältin Christina Clemm verbindet fiktionalisierte Geschichten von Frauen, denen von Männern Gewalt angetan wird, mit juristischen Informationen. Dieses Hintergrundwissen ist im Schriftbild kleiner dargestellt, jedoch liegt hierin die große Stärke des Buchs."
Sonja Hartl, Bücher Magazin

"Das Buch liest sich spannend wie ein Krimi. Oder eben wie acht Kriminal-Kurzgeschichten, die zugleich aufschlussreiche Milieustudien sind. Christina Clemm beschreibt sachlich und nüchtern, sie kann gut mit Sprache umgehen, ohne jegliche Anklänge an kompliziertes Juristendeutsch. Sie erlebt in ihrer Arbeit tagtäglich, wie verbreitet diese Gewalt ist und wie schwer es den Opfern anschließend in den juristischen Verfahren gemacht wird."
Christine Gorny, Radio Bremen

"Die Strafrechtsanwältin Christina Clemm erzählt Geschichten von Frauen, die körperliche und sexualisierte Gewalt erlebt haben. Dabei schildert sie nicht nur Fallbeispiele, sondern gibt auch Einblicke in die Arbeit von Justiz und Polizei. Eine wichtige Studie gegen das Schweigen."
Sachbuch-Bestenliste DLF Kultur, ZDF, Die Zeit (Platz 4 im April 2020)

"Dass Gewalt gegen Frauen ein strukturelles Problem ist, eng verflochten mit Rassismus, erzählt Christina Clemm untergründig, mit sachlicher Brillanz. Ihre Geschichten hüten sich davor, die voyeuristische Lust eines Tatort-Zuschauers zu bedienen, und sind doch so anschaulich, dass sie den Leser ergreifen."
Lisa Kreißler, NDR Kultur Journal

"Christina Clemm beschreibt in 'Akteneinsicht. Geschichten von Frauen und Gewalt‘ das, was immer noch gern geleugnet wird, in einer solchen Dichte und Präzision beschreibt, dass es niemand mehr vergisst. (…) In ihren Erzählungen herrscht eine bemerkenswerte Balance zwischen der schonungslosen Beschreibung der Misshandlung, die Frauen erlitten haben, und gleichzeitig der mutigen Rückeroberung ihrer Handlungs- und Sprechfähigkeit.“
Carolin Emcke, sueddeutsche.de

"Was Christina Clemm ungeheuer gut gelingt, ist die Notlage, in der die Frauen sich befinden, dem Leser und der Leserin verständlich zu machen."
Jens Bisky, WDR3 Gutenbergs Welt

"Eins macht die Anwältin Christina Clemm nicht: die Frauen als hilflose Opfer stilisieren. Ihr Kampf zurück ins Leben nimmt in den Erzählungen viel Raum ein, weil es der ist, den Clemm in ihrem Berufsalltag oft mitverfolgt."
Isabel Spigarelli, Woxx

"All die Fälle sind trotz ihrer Unterschiedlichkeit an einem Punkt miteinander verbunden: Sie können überhaupt nur geschehen, weil sexistische, patriarchale Gewalt in unserer Kultur nur dann als Problem begriffen wird, wenn sie 'zu weit' geht."
Antje Schrupp, Blätter für deutsche und internationale Politik

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