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640 Seiten

Übersetzt von Ditte Bandini, Giovanni Bandini

Neel Mukherjee

In anderen Herzen

»Ma, ich gehe fort. Ich bin erschöpft vom Konsumieren, vom Nehmen und Raffen. Ich bin so vollgestopft, dass ich keine Luft mehr kriege. Ich gehe fort, um mich zu reinigen, mein altes Leben hinter mir zu lassen. Ich habe das Gefühl, in einem geborgten Haus zu leben. Es ist Zeit, mein eigenes zu suchen. Verzeih mir.«
Kalkutta, 1967 – die Stadt befindet sich im Aufruhr, Studenten liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei, Betriebe werden bestreikt. Angetrieben von dem Wunsch, sein eigenes Leben und die Welt zu verändern, hat sich Supratik, der älteste Enkel im Haus der Ghoshes, einer maoistischen Gruppierung angeschlossen.
Während er versucht, die landlosen Tagelöhner für den bewaffneten Kampf zu gewinnen, und sich dabei in die Widersprüche zwischen politischem Idealismus und terroristischer Aktion verstrickt, bleiben die Zeichen der Zeit hinter den Mauern des Familiensitzes unerkannt. Noch herrschen der alternde Patriarch und seine Frau über die weitverzweigte Familie und ein Unternehmen, das diese in Wohlstand leben lässt. Aber so wenig sie die Brüchigkeit der alten Ordnung erkennen, so blind sind sie für die dunklen Geheimnisse der Kinder, die Intrigen der Schwiegertöchter und den schleichenden Kollaps des Familienunternehmens, der die Familie schließlich vor eine Zerreißprobe stellt.
Meisterhaft erzählt Neel Mukherjee die Geschichte vom Verfall einer Familie und seziert dabei die Seele einer Nation.

Erhältlich als

Autorenporträt

Pressestimmen


"Neel Mukherjee bereitet uns ein riesiges Vergnügen und lehrt uns zugleich das Fürchten."
A.S. Byatt


"In seinem grandiosen zweiten Roman zeichnet Neel Mukherjee das Porträt einer Unternehmerfamilie, zerrissen zwischen Tradition und Moderne. (...) Als Meister seines Fachs macht es sich Neel Mukherjee nie leicht; Gut und Böse gibt es nicht in diesem vielstimmigen, intensiven Indienroman."
Nadja Einzmann, Buchjournal

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"Neel Mukherjees großes Epos ist weit mehr als ein historischer Roman, vielmehr ein Abbild der indischen Gesellschaft, ein Spiegelbild seiner weiterhin existierenden Probleme."
Johannes Kaiser, hr2 Kulturfrühstück


"Die Idee zu seiner Geschichte kam Mukherjee, nachdem er die 'Buddenbrooks' und eine Reihe marxistischer Aufsätze gelesen hatte. Folgerichtig erzählt er nun Gesellschaftstheorie als großen Familienroman. Dass 'In anderen Herzen' eine fesselnde Lektüre ist, liegt daran, dass Mukherjee beide Spielarten des Textes beherrscht. Er schreibt voller Empathie über die Unterdrückten und Benachteiligten. Und er analysiert den Machtkampf innerhalb einer Familie mit derart kühlem Kopf, dass man den Maoisten glauben möchte, wenn sie sagen: die Familie ist die Keimzelle der Ausbeutung."
Tino Dallmann, NDR Kultur


"In einem großen Tableau entfaltet Mukherjee den Kampf der Einzelnen um ein würdiges Leben in einer Gesellschaft, die Emanzipation in jeder möglichen Weise verhindert. (...) Ein fabelhaft komponierter Roman."
Elke Schmitter, literaturSPIEGEL


"Mit seinem ausgeprägten Einfühlungsvermögen und zahlreichen Perspektivwechseln hat Neel Mukherjee einen abwechslungsreichen und tiefgründigen Roman geschrieben."
Gerhard Klas, WDR5 Bücher


"Der Roman des bengalischen Schriftstellers Neel Mukherjee - der neue Stern am Himmel der indischen Literatur in englischer Sprache - (...) saugt die Leser in ein labyrinthisches Welttheater-im-Kleinen hinein und lässt sie bis zur letzten Seite nicht mehr los."
Martin Kämpchen, FAZ


"Mukherjee nimmt den Verfall der Familie Ghosh sehr ernst, auch weil er den jetzigen Zustand Indiens daran abliest. Sein Erzählen besticht durch einen präzisen Realismus. (...) Die Familienhierarchien im Hause Ghosh schildert er dabei wie die Ordnung eines Bienenstaates. Das Ineinandergreifen von Lieben, Intrigen und Reibereien und das Verhältnis von denen da oben und ihrer Dienerschaft kann es in puncto Unterhaltungswert und Lehrreichtum mit der Fernsehserie 'Downton Abbey' aufnehmen."
Shirin Sojitrawalla, taz


"'In anderen Herzen' ist mitnichten ein Roman über eine historische Epoche der indischen Geschichte. Er zielt vielmehr auf die Gegenwart – die hier nichts anderes ist als die schreckliche Wiederkehr der Vergangenheit. (...) Mukherjees exquisiter Stil mehrt dabei nur die schockierende Schlagkraft, mit der sein Roman menschliches Versagen zu Bewusstsein bringt."
Claudia Kramatschek, NZZ


"Was den durch und durch realistischen Roman zur intensiven Leseerfahrung macht, sind auch die vielen, ineinander verschränkten Geschichten. (…) Detailreiche Verhörszenen brechen das ansonsten gediegen dahinfließende, emotional fein ausgeleuchtete große Erzählpanorama auf und münden in einen großartigen Showdown."
Hans-Peter Kunisch, Süddeutsche Zeitung


"Fesselnd, manchmal fast unerträglich brutal, immer grandios."
Meike Schnitzler, Brigitte


"Meisterhaft! Mukherjees raffiniertes und hoch intelligentes Storytelling erschafft ein unvergessliches Porträt einer Familie, die zwischen dem Fortschreiten der Geschichte und ihren eigenen Begierden zerrieben wird."
Daily Telegraph


"Ein niederschmetterndes Porträt einer dekadenten Gesellschaft und des unausweichlichen Aufstands gegen sie. Opulent, leidenschaftlich und gnadenlos ehrlich."
Anita Desai


"Der Erzählfluss hat die machtvolle Breite des Ganges. (...) In bollywoodesker Farbigkeit wird gehurt, gezetert, geheult, geliebt, krepiert. (...) Geschwisterliebe, Vetternwirtschaft, Lynchmord oder der psychische Zusammenbruch eines hungernden Familienvaters - mehr Themen sind nicht in einem Buch unterzubringen. Mit dieser Lektüre kommt man durch die Ferien, selbst wenn man zuhause auf dem Sofa bleibt."
Susanne Mayer. Die Zeit


"Stellenweise ist der Roman zartbesaiteten nicht zu empfehlen. Doch seine Härte zeichnet ihn auch aus. Mukherjee sagt, wie es ist, ohne sich in Ironie und tiefere Bedeutung zu flüchten."
Shirin Sojitrawalla, DLR Büchermarkt


"Mukerhjee, der mit dieser überbordenden Geschichte 2014 zurecht auf der Shortlist des prestigeträchtigen Booker-Preises stand, erzählt uns die Leben anderer - und trickst jeden beim Lesen in einen Zustand der Empathie, wie man ihn selten hat bei einem Buch: Diese 'anderen', das ist man selbst."
Anne Haeming, Spiegel Online

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