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424 Seiten

Herbert Kapfer

1919

1919. Deutschland unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg. Aufstände. Räterepubliken. Freikorpskämpfe. Versailler Vertrag. Dolchstoß, politischer Mord, Revanche und Nazismus: Hätte Geschichte anders verlaufen können?

Soldaten, Rückkehrer, Revolutionäre, Minister, Freikorpskämpfer, Gymnasiasten, Matrosen, Monarchisten, Vertriebene, Verliebte, ein Vagabund, eine Zeitungsverkäuferin: In ihren Geschichten präsentieren sich die tausendfachen Probleme einer Zeit, die von den Explosionen des Krieges erschüttert und von der katastrophalen Niederlage geprägt ist, von Hunger, Massenelend und Kriegsgewinnlern, von fanatischem Nationalismus und sozialrevolutionären Ideen, von militärischer Gewalt und Fantasien freier Liebe. In 1919 fließen Hunderte von Splittern, Szenen und Handlungsverläufen aus zeitgenössischen Romanen, Berichten und Aufsätzen zusammen. Ein Erzählstrom in 123 Kapiteln, der aus den Ideen und Kämpfen der Zeit schöpft, aus trivialen, völkischen, utopischen, dadaistischen, reaktionären, politischen, literarischen und fotografischen Quellen. Ein Spiel mit historischen Möglichkeiten und literarischen Figuren, imaginierten Geschichten und realen Ereignissen, kollektivem Wahn und individuellen Wirklichkeiten. Eine Fiktion, die extreme Positionen vorführt und die Widersprüche der Weimarer Republik zuspitzt, die von Kaiser Wilhelms Glück und Ende erzählt, von der Bruderschaft der Vagabunden und dem Untergang einer Flotte, von den Träumen der Kunst und der Rückkehr deutscher U-Boote. Ein kühnes, überraschendes, ungeheuerliches Werk wider Geschichtsvergessenheit, Fatalismus und blinden Gehorsam. Ein wegweisendes Buch über ein Weltende, das eine Zukunft war.

Erhältlich als

Autorenporträt

Pressestimmen

"Die Rede ist von einem ungeheuerlichen Buch. Jede Stimme stimmt."
Elfriede Jelinek

"'1919' ist eine überwältigende Vorführung drastischer Szenen, Bilder, Fantasien, wie Menschen sie in geschichtlichen Augenblicken überkommen mögen. Selbstsuche, Utopie, Elend und Verwilderung als Simultangeschehen in einem historischen Roman: als wäre alles möglich."
Alexander Kluge

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"Hätte die Geschichte anders verlaufen können? Das Buch fesselt von der ersten bis zur letzten Seite, weil es mit historischen Möglichkeiten spielt und die Widersprüche der Weimarer Republik zuspitzt. Überraschend sind die Parallelen zur Gegenwart. Auch wenn die aktuelle Situation eine andere ist als vor 100 Jahren, sind manche Ähnlichkeiten verblüffend."
Joachim Gaertner, ARD Titel, Thesen, Temperamente

"Kapfers '1919' demonstriert die Potenz raffinierter Textcollagen zur historische Aufklärung."
Rudolf Walther, taz

"Die Größe von Herbert Kapfers Fiktion des Jahres 1919 liegt darin, dass sie ihre Quellen gerade nicht auf das Jahr 1933 hin montiert, sondern unterschiedlichste subjektive Sinnstiftungsversuche gleichberechtigt nebeneinanderstellt. Ohne zu werten. Dass Kapfer damit am Ende sogar die Gegenwart erhellt, zählt zu den erschreckendsten Erkenntnissen dieses wichtigen Buches."
Hans-Christoph Zimmermann, WDR3 Mosaik

"Kapfer ist ein Kunststück gelungen: eine große Sinfonie oder eher Gewitterorgie entstehen zu lassen – ohne ein Wort selbst zu schreiben. (…) Wer nicht nur wissen, sondern auch spüren will, was im Jahr 1919 in Europa alles gärte, der findet es hier.“
Antje Weber, Süddeutsche Zeitung Münchner Kultur

"'1919. Fiktion' ist ein Geschichtsbuch der besonderen Art. (...) Wer ein anderes, neues, 'fiktional getreues' Bild der Zeit um 1919 kennenlernen will, dem wird Herbert Kapfers Buch
zum Leseerlebnis."
Andreas Puff-Trojan, Münchner Merkur

"Das Erstaunliche an '1919' ist nicht nur die thematische Fülle, vom Alltagsleben bis zum politischen Kampf, sondern vor allem die Sogwirkung, die sich trotz der andauernden stilistischen Brüche einstellt."
Volker Isfort, Abendzeitung

"Der Autor verwendet Ausschnitte aus Romanen, Zeitungsberichten oder gar Theaterstücken und reiht diese mit bemerkenswertem Gespür für die 'große Erzählung' aneinander. In 128 Kapiteln entsteht solcherart ein facettenreiches Porträt des ersten Nachkriegsjahres in Deutschland. (...) Kapfers Komposition illustriert die tiefe Gespaltenheit einer 'Verlierernation', macht deutlich, dass der Friede nicht automatisch ein Ende des Blutvergießens mit sich brachte und legt Fährten hin zu den nachfolgenden Entwicklungen in der Weimarer Republik."
Verena Moritz, Falter

"Herbert Kapfers faszinierende Montagefiktion '1919' aus literarischen Phantasmen erzählt die Geschichte eines deutschen Schicksalsjahres."
Andreas Platthaus, FAZ

"'1919' verschmilzt die hitzigen Fragmente wahnhafter Illusionen und ungenutzter Möglichkeiten nach Ende des Ersten Weltkriegs. Das Buch mag aber nicht zuletzt auch als Mahnung für unsere von digital-metastasierenden Verschwörungstheorien heimgesuchte Gegenwart taugen."
Ulrich Rüdenauer, Süddeutsche Zeitung

"Das aufklärerische Potenzial von Kapfers Collage kann gar nicht hoch genug geschätzt werden, sie lässt uns in Abgründe blicken, die die ’68er-Modernisierung allenfalls deckeln konnte."
Mario Pschera, Neues Deutschland

"Von den Wirrnissen des Krieges über die Wirrniss in den Köpfen bis zu den Wahnvisionen von deutschtümelnder Wiedergeburt ist der Weg nicht weit. Das macht Kapfers Buch deutlich."
Daniel Alexander Schacht, Hannoversche Allgemeine

"Es ist ein faszinierendes, flackerndes, irrlichterndes und hochintensives Zeitbild, das Herbert Kapfer in seinem Buch '1919' von den ersten Seiten an schildert."
Patric Seibel, NDR Info

"'1919‘, könnte man zugespitzt sagen, hat keinen Autor und heißt Herbert Kapfer.(…) 100 Jahre danach beugt sich Kapfer über das angerichtete Chaos, ordnet, sortiert, stellt wieder auf, setzt wieder in Szene, was einmal irgendwie zueinander gehört haben muss."
Ludwig Lugmeier, junge Welt

"'1919' degradiert Literatur glücklicherweise nicht zur historiographischen Schießbuden- und Likörpralinen-Prosa, sondern führt sie mit all ihren konzeptuellen Freiheiten ins Feld. Es ist ein großer Gewinn, Kapfer auf diesem Weg zu folgen."
Samuel Hamen, Deutschlandfunk Büchermarkt

"Wie ein DJ, der Platten auflegt, legt Kapfer historische Texte auf. Außer den Kapitelüberschriften hat er kein Wort selbst geschrieben – das schmälert die kreative Leistung des Dokumentaristen aber nicht. (…) So entsteht in der Werkstatt von Herbert Kapfer ein großer Fleckenteppich aus verschiedensten Szenen und Figuren, der Zeitgeschichte als gelebte Menschengeschichte sichtbar macht."
Jörg Magenau, rbb Kultur

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