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432 Seiten

Übersetzt von Dagmar Ploetz

Rafael Chirbes

Am Ufer

Rafael Chirbes erzählt einen Wirtschaftskrimi und eine Familiengeschichte. Und er schreibt die Mentalitätsgeschichte Spaniens fort. Sarkastisch, mit viel Humor und Witz zeigt er uns die gesellschaftlichen Verwerfungen, den Tanz um das goldene Kalb, der immer weiter geht.

Die Immobilienblase in Spanien ist geplatzt, die Profiteure haben ihr Geld rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Zurückgeblieben sind nur noch Verlierer. Ihnen gilt Rafael Chirbes’ Interesse und seine Empathie.
Esteban hatte sich als junger Mann ein anderes Leben erträumt, ist dann aber doch in der Familienschreinerei hängengeblieben. Aber anders als sein sozialistisch strenger Vater, der nach der Maxime lebt: Wir beuten niemanden aus, wir leben von dem, was wir erarbeiten, wollte Esteban wie alle anderen auch sein Stückchen vom großen Immobilienkuchen. Und als sein Vater alt und nicht mehr handlungsfähig ist, investiert er das im Familienbetrieb erarbeitete Geld in eine Baufirma. Zu spät. Die Firma geht pleite und mit ihr die Schreinerei. Insolvenz, Beschlagnahmung der Maschinen, die Mitarbeiter stehen auf der Straße, auch die kolumbianische Pflegerin des alten Vaters kann nicht mehr bezahlt werden. Doch Esteban ist auch mit siebzig noch ein vitaler Mann. Und er ist Realist. Eine Perspektive für die Zukunft sieht er nicht und zieht die Konsequenzen.

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Autorenporträt

Pressestimmen

"Der weitaus beste spanische Roman über die Krise. Das wichtigste Buch der letzten Jahre."
El País

"Chirbes' neues Buch hält Europa den Spiegel vor, es ist beklemmend aktuell."
Darmstädter Jury (Buch des Monats Januar 2014)

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"'Am Ufer' ist ein wuchtiger Roman über eine spanische Provinzgesellschaft im Zustand des Bankrotts, niederschmetternd in seiner brutalen Scharfsichtigkeit. Und natürlich zugleich die ziemlich hoffnungsfreie Beschreibung des Krisenlands Spanien überhaupt."
Wolfgang Höbel, DER SPIEGEL

"'Am Ufer' heißt der bittere und in seiner Bitterkeit großartige neue Roman von Rafael Chirbes. (…) Es sieht so aus als hätte er den Roman zur spanischen Krise geschrieben. Aber zum Glück enthält das Buch sehr viel mehr. Chirbes verhandelt darin seine großen, von Roman zu Roman enger geschnürten Themen von Tod und Vergänglichkeit."
Ralph Hammerthaler, Süddeutsche Zeitung

"Rafael Chirbes hat einen großen, literarischen Text geschrieben über das, was uns stört und traurig macht. Bald werden diese Zustände manche Menschen voraussichtlich sehr wütend machen."
Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur

"Keine locker geschlagene Prosa im mittelguten Bereich (...) stattdessen eine erbarmungslose Analyse, von atemnehmender Klarsicht und Brillanz."
Paul Ingendaay, Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Das Spiel mit Andeutungen und Unschärferelationen gehört zu den zahlreichen Stärken des Erzählers Chirbes, der gleichwohl wuchtig und direkt eine Geschichte der Gewalt erzählt. (…) Der Roman von Rafael Chirbes (in der hervorragenden Übersetzung von Dagmar Ploetz) versteht sich als Menetekel, als eine Art Totentanz der Moderne. Das muss man wissen, wenn man sich den großen, manchmal überwältigenden, oft erschütternden Bildern einer Welt aussetzt, die dem Untergang geweiht zu sein scheint."
Claus-Ulrich Bielefeld, Die Literarische Welt

"Chirbes hat den großen realistischen Roman über die europäische Krise geschrieben: kleine Leute, große Kunst."
Katharina Döbler, DLR

"Chirbes’ neuer Roman mutet uns einiges zu: Er ist keine leichte Kost! Am Zustand Spaniens wird er nichts ändern. Aber an unserem Blick darauf, was die Krise mit dem Leben der Menschen macht."
Brigitte Kleine, ARD Titel, Thesen, Temperamente

"Das Panorama ist komplex, aber der Prosa gelingt es, anspruchsvoll und elegant zugleich zu sein, tänzerisch fast und doch nie schöntuerisch. Eine beachtliche stilistische Balanceleistung, deren ungeminderte Verve im Deutschen sich der großartigen Übersetzerin Dagmar Ploetz verdankt."
Merten Worthmann, Die Zeit

"Rafael Chirbes umkreist in seinem atemberaubenden neuen Roman 'Am Ufer' genau diesen Sumpf. Er wird zur Allegorie dessen, was Spanien in den letzten Jahrzenhnten aus sich gemacht hat."
Maike Albath, NZZ

"Hart, düster, mitreißend."
stern

"Der Roman zur spanischen Finanzkrise – und viel mehr als das: 'Am Ufer' von Rafael Chirbes ist grosse, überwältigende Literatur."
Martin Ebel, Tages-Anzeiger, Zürich

"Vielleicht musste das Buch einfach geschrieben werden, wie eine Lava hinaus muss aus dem Vulkan, damit er nicht platzt."
Michael Sailer, konkret

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